Arbeitskalender für Gewächshaus und Frühbeet („Gewächshauskalender“)

In diesen Tagen erscheint beim Verlag Eugen Ulmer ein neues Gewächshausbuch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*. Es ist ein immerwährender Arbeitskalender für alle anfallenden Arbeiten im Gewächshaus, Frühbeet, Tomatenhaus, unter Folie und anderes nach Monaten. Er enthält für jeden Monat nicht nur detaillierte und praktische pflanzenbauliche Vorschläge und Anregungen, sondern auch ob und was vorzubereiten und am Gewächshaus zu warten ist. (Buchvorstellung in eigener Sache)

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff - zum Buch bei Amazon.de (Werbelink)
Damit Sie keinen Termin verpassen und das Gartenjahr im Gewächshaus, Frühbeet und unter Folie optimal nutzen können: Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*.

Einen groben Kleingewächshauskalender für alle Nutzungsarten gibt es von mir schon länger online und er ist sehr gefragt, aber nun hat mir der Verlag Eugen Ulmer die Möglichkeit gegeben, einen wesentlich detaillierten, immerwährenden Arbeitskalender für die gemüsebauliche Nutzung von Gewächshaus und Frühbeet als Buch zu erstellen, das man jedes Jahr wieder als Planungs- und Arbeitshilfe zur Hand nehmen kann. Das Buch ist gerade erschienen und kann in jeder Buchhandlung sowie beim Verlag Eugen Ulmer bestellt werden.

Warum es dieses Gewächshausbuch braucht

Gewächshausbücher sowie viele andere Gartenbücher sind meist themenorientiert. Das macht Sinn, wenn man sich zu den einzelnen Verfahren und Gemüsekulturen tiefergehend informieren möchte. Ich habe selbst zwei solcher Gewächshausbücher geschrieben: ein großes Buch über Gewächshaustechnik und alle Nutzungsarten von Gartengewächshäusern von Gemüse bis Tropenpflanzen (Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung von Schumann/Milicka*) sowie ein Taschenbuch über den Gemüseanbau im Gewächshaus und Frühbeet (Gewächshaus und Frühbeet: Erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau*). Zwar enthalten diese Bücher auch jeweils einen kurzen Überblick über die Arbeiten im Gewächshaus im Laufe des Gartenjahres, aber wer detailliert nachschlagen können möchte, welche Arbeiten in jedem Monat im und am Gewächshaus anfallen, was man wann vorbereiten, aussäen, vorziehen, pflanzen, pflegen, ernten sollte und welche Instandhaltungsarbeiten in diesem Monat anfallen, der wird froh über das neue Buch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff* sein, denn es ist ein immerwährender Arbeitskalender, der Ihnen darüber hinaus auch ein wenig Platz für eigene Notizen (Beobachtungen, Sorten etc.) gibt.

Cover hinten vom Buch Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - Arbeitskalender (Werbelink)
Timing spielt im Gemüse- und Kräuteranbau eine große Rolle. Umso mehr, wenn man den Platz in einem Gewächshaus oder Frühbeet optimal nutzen möchte, denn schließlich steckt jede Menge Arbeit und/oder Geld in dem guten Stück.

Das Buch

Mit dem dauerhaften Arbeitskalender Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt…* wissen Sie immer, was im aktuellen Monat zu tun ist. Sie verpassen keine Termine für Aussaat, Pflanzung, Pflegearbeiten, termingerechte Jungpflanzenanzucht und anderes und Sie bekommen Anregungen, was Sie zu welchem Zeitpunkt anbauen können. Endlich ein ausführlicher Gewächshauskalender, den man jedes Jahr wieder benutzen kann!

Zur Einstimmung und zum besseren Verständnis werden zunächst astronomische, meteorologische und phänologische Jahreszeiten erklärt, dann erläutert, was Gewächshaus, Frühbeet, Tomatenhaus, Folientunnel usw. leisten können sowie ein Überblick über das Gartenjahr und Eckdaten zur Jungpflanzenanzucht gegeben.

Für jeden Monat von Januar bis Dezember wird beschrieben und in Bildern veranschaulicht:

  • Was muss/kann vorbereitet werden
  • Was kann man direkt ins Beet aussäen
  • Was kann man ins Beet pflanzen (selbst vorgezogene oder gekauft hat)
  • Was kann man verfrühen und treiben
  • Welche Pflegemaßnahmen und Ernten fallen an
  • Was kann man jetzt vorziehen, damit es zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgepflanzt werden kann (Jungpflanzenanzucht)
  • Sonstige Gärtnerarbeiten, an die man denken sollte
  • Instandhaltung des Gewächshauses
  • Platz für eigene Notizen mit einem Extratipp

Das Buch enthält außerdem Specials zu den Themen

  • Anbau ohne gewachsenen Boden
  • Wasserversorgung
  • Gründüngung

sowie einen Serviceteil mit Bezugsquellen, Lesetipps und mehr.

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff. (Werbelink)
Jeder Monat im Buch hat die gleiche Struktur, so dass man sich im immerwährenden Arbeitskalender gut zurechtfindet.
Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff. (Werbelink)
Jeder Monat ist zudem mit praktischen Informationen und Gartentipps gespickt. Am Ende jeden Monats ist zudem etwa eine Dreiviertelseite für Ihre eigenen Notizen reserviert.

Buchdaten

Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat: säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff*
Eva Schumann
Ulmer Verlag, Stuttgart (13. Januar 2022)
ISBN-10: 3-8186-1415-6
ISBN-13: 978-3-8186-1415-7

Das Buch enthält 84 Farbfotos, 2 farbige Zeichnungen und 5 Tabellen. Beim Verlag Eugen Ulmer** finden Sie auch einen Blick ins Buch.

Das Buch kann über jede Buchhandlung vor Ort und online sowie direkt beim Verlag Eugen Ulmer** bestellt werden.
Bei Amazon.de findet man es unter https://amzn.to/3JqBnYb*.

Danksagung von Eva Schumann, Autorin von Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat - säen - pflanzen - pflegen - ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff.
Danksagung von Eva Schumann, Autorin von Gewächshaus und Frühbeet Monat für Monat …

* Werbelink (Buchabbildungen und Werbelinks führen zu einem Werbepartner und ich erhalte eine kleine Provision, falls dort irgend etwas bestellt wird).
** Link zum Buchverlag (unbezahlt, unbeauftragt)

Das könnte Sie auch interessieren:

Veröffentlicht unter Bücher, Garten und Pflanzen, Gewächshaus, tinto, tinto-Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Arbeitskalender für Gewächshaus und Frühbeet („Gewächshauskalender“)

Biogarten: Mit Blühpflanzen Nützlinge fördern

Mit blühenden Pflanzen vom Spätwinter bis zum Spätherbst tut man sich nicht nur selbst etwas Gutes, sondern auch Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Nützlingen. Beispiele. (aktualisiert am 9.1.2022)

Jeder, nicht nur der „Biogärtner“, kann etwas zum Erhalt der Arten beitragen, indem er Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Nützlingen im Garten oder auf dem Balkon Futter vor allem in Form von blühenden Pflanzen bietet.

Hier eine kleine Diaschau von Nützlingen an Blüten von meinem YouTube-Kanal.

Was sind eigentlich Nützlinge?

Als Nützlinge werden vor allem Insekten und Spinnentiere bezeichnet, die für den Menschen einen Nutzen haben. (Das ist also eine ziemlich egoistische Sichtweise – und da wir viele Zusammenhänge noch gar nicht kennen, auch eine ziemlich ignorante.)

Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und viele andere sind für uns ganz offensichtlich nützlich, weil sie Pflanzen bestäuben, so dass wir Obst und Fruchtgemüse ernten können. Honigbienen sammeln darüber hinaus Honig und tragen etwas zu unserer Ernährung bei. Ohrenkneifer, Marienkäfer, ihre Larven sowie die Larven von Schwebfliegen, Florfliegen, Gallmücken und anderen sind nützlich, weil sie Blattläuse vertilgen und Raubmilben halten Spinnmilben an unseren Pflanzen in Schach. Auch Vögel und Igel sind Nützlinge, denn sie vertilgen beispielsweise Mücken und Schneckeneier. Letztendlich hat aber jedes Lebewesen eine Funktion im Ökosystem und ist wichtig. Wir brauchen die Artenvielfalt und praktizieren im Garten, auf Balkon und Terrasse am besten das Gärtnern mit der Natur und nicht gegen sie.

Anzeige


Welche Blühpflanzen mögen Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen & Co.?

Fast alle Blühpflanzen, die Nektar und/oder Pollen bilden, unterstützen viele Nützlinge.
Für Honigbienen sind es Blühpflanzen, die als Bienentrachtpflanzen zählen – dort finden Sie beides, Pollen und Nektar. Zu den Bienentrachtpflanzen gehören beispielsweise

  • Bäume wie Robinie, Linde und Obstbäume
  • Sträucher bzw. Halbsträucher wie Ysop, Lavendel und Thymian
  • Stauden wie Kugeldistel und Futter-Esparsette
  • einjährige Pflanzen wie Raps, Buchweizen, Borretsch, Gelber Steinklee und Phacelia („Bienenfreund“)

Aber auch viele andere Blühpflanzen wie Wild-, Gewürz- und Heilkräuter werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Nützlingen angeflogen (siehe auch Pflanzen für Nützlinge).

Anzeige


Bei uns im Garten und in der Umgebung beobachte ich Bienen und Hummeln beispielsweise an Rasenunkräutern wie dem Löwenzahn, aber auch an Blumenzwiebelpflanzen wie Purpur-Kugellauch (Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘), Gartenstauden wie dem Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) oder der Duftnessel (Agastache Hybride ‚Ayala‘) und an Sträuchern wie dem Spierstrauch und dem Sommerflieder (Buddleja davidii). An letzterem findet man auch sehr viele Schmetterlinge – allerdings sollte man wissen, dass die Jungtiere (Raupen) der Schmetterlinge spezielle Futterpflanzen brauchen, bei manchen Schmetterlingsraupen sind das Brennesseln, andere benötigen Dill, Fenchel, Kapuzinerkresse oder andere Raupenfutterpflanzen – nur wenn man diese Pflanzen zusätzlich in der Nähe hat, ist für den Schmetterlingsnachschub gesorgt.

Die Nützlinge und Blüten aus dem Diaschau-Film

Marienkäfer an Traubenhyazinthe

Marienkäfer an Traubenhyazinthe

 

Biene an Storchenschnabel

Biene an Storchenschnabel

 

Biene an Phacelia

Biene an Bienenfreund Phacelia

 

Schwebfliege an Habichtkraut

Schwebfliege an Habichtkraut

 

Hummel an Spierstrauch

Hummel an Spierstrauch

 

Biene an Schmetterlingsstrauch

Biene an Schmetterlingsflieder Buddleja davidii ‚Black Knight‘

 

Hummel an Agastache

Hummel an Duftnessel Agastache

 

Tagpfauenauge an Schmetterlingsflieder

Tagpfauenauge an Schmetterlingsflieder

Apropos Holunder

Eigentlich gehört er auch zu den wichtigen Blütenpflanzen. Allerdings: Holunder wird von Honigbienen nicht besucht, dafür aber von Schwebfliegen – diese Schwebfliegen sowie Schmetterlinge befruchten seine Blüten, sodass daraus Holunderbeeren werden, die Menschen und Vögel genießen. Die Larven der Schwebfliegen sowie Marienkäfer laben sich nebenbei an den an den Trieben oft reichlich vorkommenden Holunderblattläusen. Dadurch hat man dann eine eigene Nützlingszucht im Garten.

Der Beitrag wurde 2016 erstmalig veröffentlicht und seit dem mehrmals aktualisiert.

Das könnte Sie auch interessieren:

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Mitreden, Öko-/Bio-Themen, Urban Gardening | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Essbare Blüten

Borretsch

Borretsch – nicht nur ein Gewürz, sondern auch eine Zierde im Beet, Balkonkasten und auf dem Tisch

Essbare Blüten sind im Trend: als Blüten oder Blütenblätter im Salat, Blütenblätter über Speisen gestreut, Blüten als essbare Dekoration auf dem Teller, Blüten oder Blütenblätter in Eiswürfeln eingefroren, in Blütenblätter gewälzte Kräuterbutter und sogar gefüllte Blüten. Pflanzen mit essbaren Blüten sind (wie andere essbare Pflanzen) auch Teil von Permakultur Waldgärten/Speisegärten. (letzte Aktualisierung am 8.1.2022)

Blüten oder Blütenblätter lassen Speisen noch appetitlicher aussehen und verleihen ihnen geschmacklich eine besondere Note.

Essbar sind beispielsweise die Blüten von

  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum)
    Der Geschmack ist kresseartig scharf. Die Knospen können wie Kapern eingelegt werden. Die geöffneten Blüten sind unschlagbar als essbare Dekoration, wenn es darum geht, natürliche Frische zu vermitteln, sowie als appetitliche Würze im Salat.

  • Duftsteinrich, Strand-Silberkraut (Lobularia maritima, früher Alyssum maritimum)
    Blüten und Blätter sind essbar und werden über Salate sowie servierfertige Suppen und Eierspeisen gestreut. Sie sind dekorativ, aber als Kreuzblütler auch würzig scharf.

  • Schnittlauch
    Schnittlauch-Blüten

    Schnittlauch-Blüten kann man zur Dekoration verwenden. Zerpflückt lassen sie sich über Speisen streuen.


    Die zerpflückten Blütenstände des Schnittlauchs verleihen Speisen einen Hauch von Zwiebelgeschmack und peppen sie optisch auf. Schmackhaft und dekorativ sind sie beispielsweise über ein Omelett gestreut, in einer Kräuter-/ Blütenbutter oder im Salat.

  • Eisbegonien (Semperflorens-Begonien)
    Die Blüten der Eisbegonien sind etwas für Süßmäuler. Sie haben einen zitronigen Geschmack und passen geschmacklich und farblich gut zu Obstkuchen, Fruchtdesserts, Bowlen etc.

    Anzeige


  • Gänseblümchen (Bellis perennis)
    Gänseblümchen-Blüten sind nicht nur eine hübsche essbare Dekoration und verleihen mit ihren weiß-gelben Blütenköpfchen jedem Salat und anderen Gerichten eine sommerliche Fröhlichkeit, auch geschmacklich haben sie etwas zu bieten: einen Hauch von Nuss. Die Knospen können in Essig eingelegt werden und dann als Alternative zu Kapern verwendet werden.

  • Borretsch (Borago officinalis) (Bild oben rechts)
    Die blauen Blüten des Borretsch schmecken nach Gurken. Sie sind eine attraktive essbare Dekoration, passen gut in Kräuterbutter oder Salat und machen sich sehr hübsch eingefroren in Eiswürfeln. Allerdings sollte man sie nur in kleinen Mengen genießen (ein 60 kg schwerer Erwachsener maximal 20 bis 25 Blütchen oder ein mittelgroßes Blatt pro Tag).

  • Holunder (Sambucus nigra)
    Holunderblüten haben einen leicht blumigen Geschmack. Sie werden für Holunder-Sirup und Bowlen verwendet. Traditionell werden die Blütenstände als ganzes auch in Pfannkuchenteig getaucht und in Butterschmalz gebacken.



  • Veilchen, Hornveilchen und Stiefmütterchen (Viola)
    Die Blüten von Veilchen, Hornveilchen und Stiefmütterchen schmecken leicht süß. Sie eignen sich als attraktive essbare Dekoration, und sie passen geschmacklich am besten zu Süßspeisen und Kuchen.

  • Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea)
    Sowohl Blütenblätter als auch Blütenknospen dieser zweijährigen Pflanze können Salaten beigegeben oder als Dekoration von Servierplatten verwendet werden.

  • Ringelblume (Calendula officinalis)
    Die Blütenblätter der Ringelblume eignen sich zum Einfärben von Kuchen und in Reisgerichten als Ersatz für Safran.

  • Lavendel(Lavandula angustifolia)
    Der blumige Geschmack der hübschen Lavendelblüten macht sie zum Favoriten beim Aromatisieren von Zucker, Einfrieren in Eiswürfel und für die Tischdekoration.

  • Rosenblütenblätter (Rosa)
    Essbare Blueten: Rosenbluetenblätter

    Essbar: Rosenblütenblätter


    Die Blütenblätter der Rosen haben ein blumiges Aroma. Sie können kandiert werden oder als Zugabe zu Süßspeisen, Marmelade, Fruchtgelee, Essig, Zucker, Bowle, Likör, Sirup etc. verwendet werden.

  • Taglilienblüten (Hemerocallis fulva, H. aurantiaca und andere)
    Die Knospen und die aufgeblühten Blüten der Taglilie Hemerocallis können (ohne die Staubgefäße) beispielsweise Salaten, Süßspeisen, Eintöpfen, Suppen, Brotbelägen etc. beigegeben oder pikant gefüllt werden.

  • Zucchini- oder Kürbisblüten (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina)
    Die großen Blüten von Zucchini und Kürbis lassen sich herrlich mit Pikantem füllen oder auch in Pfannkuchenteig frittieren.

Anzeige

Herkunft der Blüten

Aufpassen sollte man bei der Herkunft der Blüten: Sie sollten aus einem für den Verzehr geeigneten Anbau, am besten von einem zertifizierten Ökobestrieb stammen oder an einem geeigneten Standort gesammelt worden sein. Blumen aus dem Blumengeschäft, Supermarkt, Baumarkt oder dem Gartencenter, die für die Blumenvase oder den Ziergarten bestimmt sind, sind in der Regel nicht nach den erforderlichen Kriterien für Lebensmittel hinsichtlich Rückstände, Keimbelastung angebaut – sie können beispielsweise mit Pestiziden und Stauchemitteln behandelt worden sein.

Salat mit Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse (Blätter und Blüten) verleihen einem bunten Salat pikante Schärfe und unterstreichen seine natürliche Frische.

Am besten sammelt man die Blüten für den Verzehr im eigenen Biogarten, auf dem eigenen Bio-Balkon oder fragt den (Bio-) Gärtner des Vertrauens. Es gibt auch Gärtnereien, die sich auf essbare Blüten spezialisiert haben und bei denen man über das Internet bestellen kann. Das Angebot ist von der Jahreszeit abhängig.

Essbare Blueten: Gänseblümchen

Essbare Blüten: Gänseblümchen punkten auf der Wiese und im Salat.

Wer – im Rahmen der rechtlichen Vorschriften des Naturschutzes – außerhalb seines Garten sammelt, sollte dies nicht an befahrenen Straßen oder Hunde-Gassiwegen tun.

Geerntet werden sollten die essbaren Blüten aus dem eigenen Garten oder in der Natur erst unmittelbar vor der Zubereitung, damit sie frisch sind und möglichst viel Aroma entfalten.

Anzeige

Der Blogbeitrag „Essbare Blüten“ wurde 2013 veröffentlicht und seitdem mehrmals ergänzt und aktualisiert.

Das könnte Sie auch interessieren:

Anzeige

Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Gesundheit, Küchenpraxis und Rezepte, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Trauermücken in Töpfen und Kübeln und wie man sie loswird

Die meisten Pflanzenliebhaber, die Zimmerpflanzen besitzen, Pflanzen aus Samen heranziehen oder Kübelpflanzen und anderes im Gewächshaus überwintern, kennen die taumeligen Flieger mit ihren langen, schlanken Beinen, die auffliegen, wenn man die Pflanzen gießt oder aus anderen Gründen bewegt. Die bis zu 4 mm großen Zweiflügler sind wenig beliebt, da ihre Larven in der Topferde leben und bei Massenauftreten Schäden an den Wurzeln anrichten können. Ohne voll funktionsfähige Wurzeln werden die Pflanzen fahl und schwächlich, bis sie schließlich eingehen. (aktualisiert Dezember 2021)

Zimmerpflanze Fensterblatt
Trauermücken können im Freien, im Gewächshaus und an Pflanzen im Zimmer auftreten.

Trauermücken sind alte Insekten. Es gibt sie schon seit 130 Mio. Jahren. Sie bilden eine Familie (Sciariae) innerhalb der Unterordnung der Mücken. Alleine in Europa gibt es mehr als 600 Arten Trauermücken.

Trauermücken in der Natur und in Pflanzgefäßen

Trauermücken spielen eine wichtige Rolle in den verschiedenen Ökosystemen. Die Larven sind wichtig für die Zersetzung von organischem Material in Wäldern, Mooren und anderswo und sowohl die Larven als auch die erwachsenen Trauermücken sind wichtig als Futter für Vögel und andere Tiere. An Menschen sind sie normalerweise nicht interessiert.

Anzeige

Trauermücken sind zwar schlechte Flieger, aber sie lassen sich auch vom Wind oder auf Treibgut sitzend über das Wasser verbreiten. In unsere Wohnungen und Gewächshäuser schleppen wir sie jedoch meist mit Blumenerde, Topfpflanzen und Ähnlichem ein.

Trauermücken – Zyklus und Lebensweise von erwachsenen Trauermücken und Larven

Erwachsene Trauermücken ernähren sich von Flüssigkeiten, doch die bis zu 5 mm langen weißlichen Larven mit der schwarzen, glänzenden Kopfkapsel leben im Boden von organischen Material – je nach Art und Nahrungsangebot von abgestorbenem oder lebendem organischen Material, von Pflanzen oder von Pilzen stammend.

Trauermücken haben ein Paar Flügel, einen kleinen, nach unten versetzten Kopf mit Fühlern und die typischen langen Mückenbeine. (Bildquelle: Bradysia sp. von AfroBrazilian/Wikimedia, (Lizenz: CC BY-SA)

Bei Massenauftreten schädigen die Larven die Wurzeln von Sämlingen, Jungpflanzen, Stecklingen und auch älteren Pflanzen. Die betroffenen Pflanzen schwächeln, werden fahl und können eingehen. Die Larven übertragen zwar nach aktuellem Kenntnisstand keine Krankheiten, aber ihre Fraßstellen können dennoch Eintrittspforten für Krankheitserreger sein.

Anzeige

Wegen ihrer bescheidenen Flugkünste und weil es mehr Weibchen (90 Prozent) als Männchen gibt, bleiben die Tiere schon als Larven beieinander. Manche Arten bilden sogar lange Larvenprozessionen, so verliert kein Individuum den Anschluss (und Fressfeine werden verwirrt, weil sie die Prozession für ein großes Tier halten).

Die Entwicklungsgeschwindigkeit vom Ei zum erwachsenen Tier und damit zur nächsten Generation ist wie bei allen Insekten von der Temperatur abhängig. Die Lebenszeit als erwachsene Tiere beträgt etwa 5 Tage. Nach der Paarung legen die Weibchen jeweils bis zu 200 Eier auf oder in den oberen Boden. Nur wenn die Erde in diesem Bereich recht feucht ist, können die nach etwa 5-8 Tagen schlüpfenden Larven aktiv werden. Bei trockener Erde sterben sie ab und werden durch Mikroorganismen zersetzt. Nach etwa 13 Tagen Larvenzeit verpuppen sich die Larven und aus den Puppen schlüpfen 5 bis 6 Tage später neue erwachsene Trauermücken. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Zur Orientierung, wo die Trauermücken im Tierreich eingeordnet werden:
Klasse:
Insekten (Insecta) – das sind Häutungstiere, die als Erwachsene 3 Paare gegliederter Beine haben.
Überordnung:
Neuflügler (Neoptera) – das sind Fluginsekten, die ihre Flügel nach hinten umklappen können (das können Eintagsfliegen und Libellen nicht).
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera) – zu dieser Ordnung gehören die Unterordnungen der Mücken und der Fliegen.
Unterordnung:
Mücken (Nematocera) – neben der Familie der Trauermücken gibt es in dieser Unterordnung Stechmücken, Kriebelmücken, Schnaken und viele andere Mückenfamilien.


Trauermücken von Topf- und Kübelpflanzen fernhalten und bekämpfen

Damit Topf- und Kübelpflanzen im Gewächshaus, im Zimmer und auf dem Balkon weitgehend von Trauermücken frei bleiben oder zumindest nicht geschädigt werden:

Keine Trauermücken einkaufen

Beim Einkaufen von Topfpflanzen sollte man auch die Blumenerde inspizieren. Sieht die so aus, als waren die Pflanzen zu oft zu nass gestanden, oder schwirren und krabbeln gar Trauermücken umher, sollte man die Pflanzen lieber stehen lassen.

Beim Kauf von Pflanzenerde sollte man nur intakte Säcke, die normal feucht sind (merkt man am Gewicht), vom Gartencenter oder Baumarkt mitnehmen. Auch zuhause sollte man die Blumenerde geschützt lagern und angebrochene Säcke gut verschließen.

Chili-Anzucht im Topf
Bei ungünstigen Anzuchtbedingungen können sich Trauermücken im Substrat stark vermehren.
Gelbtafeln und Gelbsticker

Mit beleimten Gelbtafeln zum Aufhängen oder Stickern, die in die Erde gesteckt werden, lassen sich geflügelte Blattläuse, Weiße Fliege, Trauermücken, Zikaden und einige andere Schädlinge anlocken und abfangen. So bemerkt man frühzeitig, welche Schädlinge unterwegs sind. Diese Klebefallen sind hilfreich bei der Befallsfeststellung, jedoch als Bekämpfungsmaßnahme alleine meist nicht ausreichend.

Anzeige


Richtiges Gießen ist das A und O

Man sollte seine Pflanzen mit Bedacht und vorausschauend gießen und nie Wasser im Übertopf oder Untersetzer über längere Zeit stehen lassen. Die Erde sollte oberflächlich immer gut abtrocknen, bevor man wieder gießt. Das macht die geschlüpften Larven bewegungsunfähig und lässt sie absterben. Ein weiterer Vorteil von vorsichtigem Gießen: Zu viel Wasser führt zu Sauerstoffmangel im Wurzelbereich, was nur Sumpf- und Wasserpflanzen vertragen und was Trauermücken und andere Schadorganismen, die ein feuchtes Milieu bevorzugen, anzieht.

Hausmittel gegen Trauermücken

Eines der empfohlenen Hausmittel gegen Trauermücken, lautet Trauermücken daran zu hindern, ihre Eier in feuchte Erde zu legen, indem man die Oberfläche der Topferde mit einer Sandschicht bedeckt. Sand lässt nämlich das Wasser durchlaufen und wenn Trauermücken ihre Eier darauf ablegen, trocknen die schlüpfenden Larven ebenfalls aus. Allerdings ist es mit einer Sandschicht schwieriger festzustellen, ob die Erde darunter noch feucht ist oder ob gegossen werden muss – erfahrene Hobbygärtner merken es am Gewicht, ansonsten kann ein Feuchtefühler helfen.

Biologische Bekämpfung von Trauermücken

…mit speziellen Bakterien
Bakterien des Stammes Bacillus thuringiensis subsp. israelensis wirken selektiv gegen Stechmücken- und Kriebelmückenlarven in Gewässern (auch in Regentonnen) sowie gegen Trauermückenlarven in Substraten. Diese Bakterien gibt es als Pflanzenschutzpräparat zum Gießen zu kaufen, beispielsweise unter dem Namen Neudomück Pro – das Präparat hat aber keine Zulassung für den Haus- und Kleingarten. Die Bakterien geben ein Gift ab, das den Verdauungstrakt der Mückenlarven schädigt.

…mit SF-Nematoden
Nematoden der Art Steinernema feltiae sind winzige Fadenwürmer (unter 1 mm lang), die die Trauermückenlarven, aktiv aufsuchen und mit einem Bakterium infizieren, wodurch diese sterben und sich zersetzen. Steinernema-Nematoden werden in Gel oder Tonmineral geliefert und mit dem Gießen ausgebracht. Am besten gießt man bei trübem Wetter. Wenn man sie bei Kübelpflanzen im kühlen Gewächshaus oder in einem ungeheizten Raum ausbringen möchte, sollte man bedenken: Die Substrattemperatur muss mindestens 12°C betragen, sonst sind die Nematoden nicht wirksam.

…mit Raubmilben der Gattung Hypoaspis
Die Raubmilben Hypoaspis miles und H. aculeifer sind maximal 1 mm groß. Sie leben in der obersten Bodenschicht und jagen dort die Larven von Trauermücken, Sumpffliegen, Thripsen, Springschwänzen, Weichhautmilben. Man kann diese Raubmilben vorbeugend einsetzen, da sie notfalls auch mehrere Wochen hungern können. Man kann sie beim Nützlingsanbieter bestellen und bekommt sie in einem Torf-Vermiculite-Gemisch, das man über die Topf- oder Kübelerde (im Gewächshaus auch auf den Boden unter dem Tisch) ausstreut.

Nützlinge und Nutzorganismen erhält man direkt bei Nützlingsanbietern, beispielsweise www.nuetzlinge.de oder man kauft Gutscheinkarten in Gartencentern und anderen Gartenfachbedarfsgeschäften/-Abteilungen und bestellt sie dann damit.

Anzeige

Trauermückenbekämpfung mit Neem

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erlaubt im Haus- und Kleingarten den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Basis von Azadirachtin, beispielsweise enthalten in Neem Bio-Schädlingsfrei, Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Neem, Spruzit TrauermückenFrei oder Etisso Schädlings-frei EC. Azadirachtin ist der Hauptbestandteil des Neemöls, das aus den gepressten Samen der Niembaums gewonnen wird. Der Wirkstoff ist allerdings nicht selektiv, sondern kann auch Fischen und Fischnährtieren, Marienkäfern, Florfliegen, Schwebfliegen und anderen Nützlingen schaden. Man sollte Neem also nur da anwenden, wo kein Kontakt mit diesen stattfindet und die Anwendungshinweise genau beachten. Diese Pflanzenschutzpräparate gibt es in Gartenfachgeschäften, Gartencentern und Ähnlichem.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige



Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Gewächshaus, Öko-/Bio-Themen, Pflanzenschutz, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Trauermücken in Töpfen und Kübeln und wie man sie loswird