Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau (Buchvorstellung)

Knackige Gemüse und frische Kräuter selbst anbauen und ernten − da weiß man, was man auf den Tisch bringt. Mit einem Gewächshaus erweitern Gemüse- und Kräuterfans ihre Möglichkeiten. Ein neuer Gartenratgeber Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau* von Eva Schumann ist gerade im Verlag Eugen Ulmer erschienen und bietet alles Wissen, das (zukünftige) Gewächshaus- oder Frühbeetbesitzer für den Anbau von Gemüse und Kräuter brauchen.

Gewächshäuser und Frühbeete werden von vielen Hobbygärtnern zum Gemüse- und Kräuteranbau angeschafft und genutzt. Nicht alle dieser Selbstversorger möchten sich gleich ein gebundenes Buch wie Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* von Schumann/Milicka, das im Laufe der Jahre zum Standardwerk wurde, sehr umfangreich ist und alle Nutzungsarten beschreibt, kaufen. Wer wissen möchte, welche Art Gewächshaus oder Frühbeet man braucht, um Gemüse und Kräuter anzubauen, und wie man das dann am besten macht, findet Tipps zur Anschaffung und Technik, gärtnerisches Wissen und Anleitungen zum Gemüseanbau in diesem handlichen und preisgünstigen Taschenbuch – von der termingerechten Anzucht, über Sortentipps, Pflanzung und Pflege der Gemüsearten bis hin zum Arbeitskalender.

Viel Wissen im Taschenbuchformat

Die Themen im neuen Taschenbuch Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau* sind beispielsweise:

  • Anschaffung von Gewächshaus, Frühbeet, Folientunnel etc. für die gemüsebauliche Nutzung, Bauteile und Ausstattung, Energie sparen, Spezial: Häufig gestellte Fragen
  • Gärtnerisches, gemüsebauliches Wissen zu Temperatur, Licht, Luft, Boden, Düngen und Bewässern, Anbau ohne Boden, Winternutzung
  • Spezielles Anbauwissen Gemüse und Kräuter: Jungpflanzenanzucht, Frühjahrs- und Herbstgemüse, Sommergemüse im Gewächshaus, Speziale: Termingerechte Jungpflanzenanzucht, Gesunderhaltung

Die Themen werden mit Bildern und Illustrationen veranschaulicht; wo es hilfreich ist, verschaffen Tabellen den Überblick und Extratipp-Boxen liefern zusätzliche Informationen. Dazu gibt es einen ausführlichen Service-Teil mit Bezugsquellen, Buch- und Webtipps.

Gewächshaus und Frühbeet erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 1. Auflage (22. Juni 2017)
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3-8001-5667-9
-> Online-Bestellung*

Das Taschenbuch ist übrigens keine Teilmenge des gebundenen Buches – auch wenn es inhaltlich naturgemäß Überschneidungen gibt -, sondern neu konzipiert, geschrieben und umgesetzt worden. Da das neue Taschenbuch drei Jahre jünger als das gebundene Buch der letzten Auflage ist, enthält es zusätzlich zum bewährten Gärtnerwissen und den damals neuen Trends noch mehr neue Entwicklungen und Tipps. Da es nicht so umfangreich ist, wie das gebundene Buch, kann es bei einigen Themen wie dem gärtnerischen Grundwissen nicht ganz so in die Tiefe gehen.

Vielen Dank an das Team vom Ulmer Verlag für die angenehme Zusammenarbeit – gemeinsam haben wir alle Herausforderungen, die bei der Entstehung eines Buches immer auftreten, gemeistert.

Einen Überblic über alle Garten-Webprojekte von Eva Schumann Online Publikationen findet man bei www.hobbygarten.de/gartentipps (tinto-Projekt).

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Film-Farming – ein neues erdeloses Anbauverfahren aus Japan

In der Entwicklung und Einführung neuer Anbaumethoden sind die Japaner ganz vorne. Dort stehen beispielsweise die meisten (Urban-Farming-)Pflanzenfabriken mit erdelosem Anbau in Aquaponik-Systemen bei vollautomatischer Klimakontrolle und Kunstlicht. Die neueste Entwicklung aus Japan ist das Film-Farming, der Anbau auf einer Hydrogel-Membran, die über winzige Poren Wasser und Nährstoffe aufnimmt und an die darüber wachsenden Pflanzen weitergibt. Das Film-Farming-System soll die Produktion von inhaltsstoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln an jedem Ort ermöglichen und dabei Wasser und Düngemittel sparen.

Entwickelt wurde die Film-Farming-Methode von Yuichi Mori, dem Gründer des Mebiol Forschungs- und Entwicklungszentrums bei Tokyo. Er hat sie an Salat, Paprika, Tomaten und anderen Gemüsearten mit Erfolg getestet.

Hauptelement der Film-Farming-Methode ist eine eigens entwickelte Membran, die nur Wasser und Nährstoffe aufnimmt und an die Pflanzen weitergibt, etwaige Krankheitserreger können nicht durch die feinen Poren in die Membran gelangen. Die Pflanzenwurzeln verteilen sich fächerartig auf der Membran. Für die Wasser- und Nährstoffaufnahme durch die Poren müssen sich die Pflanzen „anstrengen“ und besonders viele Feinwurzeln ausbilden.

Gespräch mit Yuichi Mori von Mebiol
(JAPANmania-Kanal bei YouTube) mit Bildern zur Film-Farming-Methode

Das Film-Farming-System lässt sich auf jeder ebenen Oberfläche anbringen, egal ob Beton, Wüstenboden oder belastete Gewächshauserde. Es soll ohne Vorkenntnisse anwendbar sein und bis zu 70 % Wasser und bis zu 80 % Nährstoffe einsparen.

Die Mebiol-Film-Farming-Methode ist bereits an 150 Standorten in Japan, einmal in China und einmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Einsatz.

Anfangs waren die Anbauer skeptisch, so Yuichi Mori, doch inzwischen findet die Film-Farming-Methode sehr positive Resonanz. So sollen Tomaten, die auf dem Hydrogel-Film angebaut werden, einen weit höheren Gehalt an Zucker, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen haben, was sie süß und aromatisch macht und sie gut vermarkten lässt. Zurückzuführen ist der intensive Geschmack auf die vielen Feinwurzeln, die die Pflanzen bei diesem Anbausystem entwickeln.

Die Film-Farming-Methode soll im Laufe des Jahres auch in Europa eingeführt werden.

Weitere Informationen:

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Frische Salate und leckeres Fruchtgemüse vom Balkon oder der Terrasse

Das ist auch Urban Gardening: Gemüse, Kräuter und Obst auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Man kann diese Gaumenfreuden pur anbauen oder sie mit Blumen und anderen Zierpflanzen mischen. Tipps für Einsteiger.

Wer knackige Salate, aromatische Kräuter, fruchtige Kirschtomaten und andere Kräuter und Gemüse selbst anbaut, zeigt, dass er oder sie ein Gourmet und wahrscheinlich auch ein Naturliebhaber ist. Denn als Selbstversorger kann man sich die besten Sorten aussuchen und seine Erträge ganz nach Bedarf ernten und frisch genießen. Zudem macht Gärtnern Spaß und tut der Seele gut und wer Kinder hat, kann ihnen zeigen, wie wunderbar die Vorgänge in der Natur sind und wie der Mensch das Keimen, Wachsen, Blühen und Fruchtbilden seit Jahrtausenden für sich nutzt.

Anbautipps für Einsteiger

Das sollte ein Selbstversorger-Einsteiger mit wenig Platz, beispielsweise auf dem Balkon oder der (Dach-)Terrasse, wissen:

Das Anbaujahr

Manche Gemüse und Kräuter vertragen auch leichten Frost und können schon vor den Eisheiligen ins Freie. Im April kann man beispielsweise Mangold, Erbsen, Rettich und Rote Rüben direkt ins Beet aussäen und/oder Jungpflanzen von Blumenkohl, Brokkoli, Kopfsalat, Knollenfenchel oder Kohlrabi  auspflanzen. Bei der Sortenwahl achtet man auf Sorten für den Frühjahrs und Sommeranbau.

Tipp:
Einsteiger in ihrem ersten Anbaujahr sollten mit einfachen Dingen anfangen: vor den Eisheiligen Radieschen und Erbsen säen, Steckzwiebeln stecken, Frühkartoffeln legen und gekaufte Salat-, Porree- und Kohlrabi-Jungpflanzen auspflanzen.

Andere Gemüse kann man erst nach den Eisheiligen  in der zweiten Maihälfte ins Freie säen.

Tomate 'Black Plum' im Kübel

Topfgarten: Tomaten im Kübel

Dazu gehören Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Tomatillo, Gurken, Stangenbohnen und Zucchini. Damit sie bis Herbst viele Früchte hervorbringen, muss man sie entweder schon ab Februar/März aus Samen an einen hellen oder warmen Platz heranziehen oder aber man kauft sie zur Pflanzzeit als Jungpflanzen beim Gärtner vor Ort in der Gärtnerei oder auf dem Markt, im Gartencenter, Baumarkt oder beim (Online-) Versandgärtner.

Hier einige Beispiele, wo man Saatgut und Pflanzen online kaufen kann:

TOM-GARTEN*, Baldur-Garten*. Weitere Bezugsquellen bei Wo kauft man samenechte Sorten, Biosaatgut, alte Sorten.

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Pflanzerden für Balkon und Terrasse

Die Auswahl an Pflanzerden, auch Blumenerden oder Substrate genannt, ist riesig. Wenn man solche mit reduziertem Torfanteil oder ganz torffreie Erden kauft, tut man etwas für die Schonung der Moore. Für die Aussaat und für junge Pflanzen eignen sich feinkrümelige Erden – das sind beispielsweise Aussaaterden, die meisten Kräutererden und viele (aber nicht alle) andere Erden. Wenn Sie nicht wissen, wie eine bestimmte Erde beschaffen ist, kaufen Sie verschiedene. Für die Aussaat in einem kleineren Topf nehmen Sie die feinkrümelige, wenn sie Fruchtgemüse-Jungpflanzen (beispielsweise eine höhere Buschtomate) in einen großen Kübel pflanzen, dann nehmen Sie zunächst die gröbere, formen dann eine Kuhle in der Mitte des Topfes, in die sie die feinere Erde geben und dort hineinpflanzen.

Tipp:
Pflanzerde sollte bei der Verwendung feucht, aber nicht patschnass sein. Zu nasse Erde kann man trocknen lassen oder mit anderer Erde mischen. Total ausgetrocknete Pflanzerde sollte man vorher anfeuchten – zum Beispiel, indem man sie von einem großen Eimer in einen anderen schaufelt und sie dabei zwischendrin mit Wasser überbraust, anschließend durchkneten und/oder mit Plastik abdecken und ein paar Stunden ziehen lassen.

Pflanzgefäße und Stützhilfen für Balkon und Terrasse

Als Pflanzgefäße eignen sich Balkonkästen, Töpfe, Schalen, Kübel, Regale, Tischbeete und unten geschlossene Hochbeete. Wichtig ist, dass die Pflanzgefäße fest stehen, auch bei Sturm  – schwere Keramik- oder Steingefäße tun das von alleine, leichtere Kunststoffgefäße muss man notfalls festschrauben oder anbinden. Balkonkästen müssen so angebracht werden, dass sie auch bei Starkwind nicht herabstürzen und jemanden verletzen könnten und dass auslaufendes Gießwasser weder die Fassade beschmutzen noch andere Menschen beeinträchtigen kann.

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Essbare Wand*

Gefäße sollten im Allgemeinen eher zu groß als zu klein gewählt werden, damit darin genug Platz für die Pflanzerde ist, die Nährstoffe und Wasser speichern soll. Im Prinzip können zwar Pflanzen auch ganz ohne Erde kultiviert werden, doch dann müssen sie mehr oder weniger permanent und automatisiert gewässert und gedüngt werden – dafür gibt es Hydroponiksysteme (auch die von den Zimmerpflanzen her bekannte Hydrokultur ist ein Hydroponiksystem).

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Hoch wachsende Pflanzen wie Stabtomaten, Auberginen oder Obstbäumchen benötigen eine Stütze – das kann beispielsweise ein Stützstab, Stützspiralstab, Rankgitter sein oder man leitet sie an Schnüren oder Drähten nach oben oder in etwas Abstand an der Wand entlang.

Gießen auf Balkon und Terrasse, automatische Bewässerung
Wie viel man gießen muss, hängt von der Pflanzenart und von der Jahreszeit ab. Die Pflanzerde sollte leicht feucht, aber nie nass sein, denn für die Wurzeln ist auch die Luft in der Erde wichtig. Umgekehrt soll die Erde aber auch nicht knochentrocken werden – Radieschen, Rettich und Kohlrabi reagieren beispielsweise empfindlich, wenn sie sehr ungleichmäßig gegossen werden, sie werden dann holzig oder platzen auf.
Man kann von Hand per Gießkanne gießen oder man verlegt ein Bewässerungssystem, das aus einem Wasserbehälter oder dem Wasserhahn gespeist wird. Manche Bewässerungssysteme* sind von Haus aus automatisch (Tropf-Blumat, Beckmann BETA 8 etc.), andere kann man über eine Zeitschaltuhr (Gardena*) oder einen Bewässerungscomputer an- und abschalten (lassen).

Tipp:
Topfuntersetzer können zwar hilfreich sein, damit der Bodenbelag der Terrasse oder des Balkons nicht beschmutzt wird und damit die Erde auch etwas Zeit hat, die Gießflüssigkeit aufzusaugen, aber das Wasser sollte niemals über längere Zeit Wasser im Untersetzer stehen bleiben – weder nach dem Regen noch nach dem Gießen.

Düngung
Feldsalat, Radieschen, Kresse und viele Kräuter benötigen nur sehr wenig Nährstoffe, andere wie große Tomaten- oder Auberginenpflanzen benötigen mehr – denn sie bilden während ihrer viel längeren Standzeit reichlich Pflanzenmasse (Triebe, Blätter, Blüten und Früchte). Pflanzen nehmen Nährstoffe zwar überwiegend in mineralischer Form auf – egal, wie man düngt -, trotzdem sind organische und organisch-mineralische Nährstoffe in der Regel besser, denn zum einen verbraucht ihre Herstellung meist weniger Energie als die von synthetischen Mineraldüngern, andererseits fördern sie dadurch, dass sie erst von Bodenlebewesen von organisch in mineralisch umgebaut werden müssen, das Bodenleben. Die winzigen Organismen sorgen für eine gesündere, durchlässigere Erde. Nur wenn man einen akuten Mangel möglichst schnell beseitigen muss, ist ein ein mineralischer Dünger hilfreicher, da er schneller wirkt.

Kompostierung auf Balkon oder Terrasse
Wer Pflanzen- und Gemüseabfälle kompostiert, erhält einen nährstoffreichen Bodenverbesserer, den er im nächsten Jahr seiner Blumenerde beimischen und mit dem er düngen kann. Wer keinen Garten mit Komposthaufen oder Komposttonne hat, kann die Gartenabfälle in die Biotonne geben und kauft sich im nächsten Jahr eben eine neue gute Erde und einen organischen Dünger. Wessen Platz nicht zu knapp bemessen ist, der kann aber auch auf dem Balkon kompostieren. Bei Waschbär* gibt es Behälter und Ferment für die so genannte Bokashi-Methode, bei Amazon* gibt es Wurmkomposter und Kompostwürmer für die Wurmkompostier-Methode.

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Gemüse und Kräuter mit Blumen mischen?
Dill, Borretsch und Thymian sind Kräuter, deren Blüten Nützlinge anlocken – die helfen dann gegen Schädlinge. Man kann aber Gemüse, Kräuter und Obst auch mit anderen blühenden Pflanzen kombinieren, beispielsweise mit Ringelblumen, Bienenfreund Phacelia und anderen Nützlings-Pflanzen zwischen dem Balkongemüse – damit verbessert man auch die Befruchtung bei den Fruchtgemüsen.

Tipp:
Wenn man allerdings blühende Pflanzen kauft und nicht sicher ist, ob sie biologisch angebaut wurden, hält man sie wegen eventuell verabreichten Stauch- und Spritzmitteln besser in getrennten Gefäßen.

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LED-Licht für den Pflanzenanbau als Service (LaaS) – interessant vor allem für den (urbanen) Gartenbau mit vertikalem Anbau

Warum etwas kaufen, das man auch als Dienstleistung haben kann. In den letzten Jahren wird es zunehmend Usus, hochpreisige Software nicht mehr zu kaufen, sondern gegen monatliche Gebühren über das Internet zu nutzen – das nennt sich dann Software as a Service, kurz SaaS. Ein vergleichbares Angebot, nämlich Licht als Dienstleistung (Light as a Service, LaaS), gibt es nun auch für das (Zusatz-)Pflanzenlicht im Gartenbau.

Zusätzliches Pflanzenlicht ist im Gartenbau, und zwar im geschützten Anbau unter Glas, schon lange üblich, denn Heizen alleine reicht nicht, um die Saison für den Pflanzenanbau über die natürlichen klimatischen Gegebenheiten hinaus zu verlängern. Pflanzen wachsen nur dann gesund, wenn Licht und Temperatur zusammenpassen. Wird also in der lichtarmen Herbst- und Winterzeit geheizt, um Pflanzen früher oder später als draußen anzubauen, muss den Pflanzen auch Licht in für die Fotosynthese und andere Prozesse passenden Spektren (Wellenlänge-Bereichen) geboten werden.

Die bisher im professionellen Gartenbau bewährten Natriumdampf-Hochdrucklampen (high pressure sodium vapour lamps, HPS-Lampen) und andere Leuchtstofflampen werden zunehmend von Leuchtdioden-(LED-)Wachstumslampen abgelöst.

Vorteile von LED-Lampen gegenüber den bisherigen Lampen

  • LED-Lampen sind energiesparender als alle bisher gebräuchlichen Pflanzenlichtlampen.
  • Es gibt LED-Lampen mit einem Lichtspektrum passend für den jeweiligen Anwendungsbereich, denn mit Licht lassen sich Wachstum, Blütenbildung, Kältetoleranz, Lagerbareit und Geschmack beeinflussen.
  • LED-Lampen haben weniger Verluste und damit eine niedrigere Wärmeabgabe.

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LED-Wachstumslampen*

LED-Lampen sind in der Anschaffung teuer, sparen diese Mehrkosten aber beim Betrieb wieder ein. Durch das optimierte Lichtspektrum entwickeln sich die Pflanzen besser und/oder schneller.

Wegen der niedrigen Wärmeabgabe, kann die Vertikale besser ausgenutzt werden, beispielsweise indem in beleuchteten Regalfächern übereinander angebaut wird, wie es auch in modernen Pflanzenfabriken (Spezielles Urban Farming mit Vertical Farming) zur Erzeugung von niedrigen Gemüsen und Kräutern unabhängig von den Licht- und Klimafaktoren draußen gewünscht wird.

Pflanzliche Lebensmittel lassen sich so nicht nur im Gewächshaus mit Zusatzlicht, sondern in geschlossenen, fensterlosen Räumen, in Bunkern, U-Bahnschächten, in isolierten Räumen in der Arktis sowie auf dem Mars anbauen. Mit Technik werden Licht und Klima so eingestellt, wie es die Pflanzen zum Gedeihen benötigen.

Die hohen Investitionskosten schrecken viele professionelle Erzeuger davon ab, von traditioneller Assimilationsbelichtung mit HPS-Lampen auf Belichtung mit LED-Wachstumslampen umzusteigen. Das finnische Unternehmen Valoya, ein Anbieter von hochwertigen LED-Lösungen für professionelle Anbauer, will diese Umstellung erleichtern, indem es die Pflanzenbelichtung als Servicekonzept anbietet: Lighting as a Service, LaaS. Es fallen keine Investitionskosten an, sondern 5 Jahre lang bezahlt der Vertragspartner nur so viel, wie  der Energieeinsparung entspricht.

Der Anbauer erhält für sein Geld

  • die Installation der LED-Pflanzenlichtanlage,
  • kostenlose Wartung und Ersatz von defekten Elementen,
    kostenlose Upgrades,
  • einen Belichtungsplan für die verschiedenen Wachstumsstadien und
  • Support durch Pflanzenlicht- und Belichtungsspezialisten.

Den Nutzen, den die Anbauer darüber hinaus haben oder haben sollen:

  • bessere Ausnutzung der vorhandenen Flächen
  • bessere und/oder häufigere Ernten

Bisher wird das LaaS-Konzept von Valoya nur in den USA und in Kanada angeboten und richtet sich an große Pflanzenerzeuger, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Idee auch von anderen aufgegriffen wird und man es auch in anderen Teilen der Welt und möglicherweise auch weniger großen Anbauern anbietet.

Fachsprachlich

  • bezeichnet Lampe ein Leuchtmittel – also „das, was leuchtet“: Glühlampe, Leuchtstofflampe, Lampe mit Leuchtdioden (light-emitting diode, LED) etc.
  • bezeichnet Leuchte die Vorrichtung, in dem die Lampe (Leuchtmittel) steckt: Stehleuchte, Tischleuchte, Straßenleuchte, Deckenleuchte etc.

Tipp für zuhause: Es gibt LED-Lampen mit einem Edisonsockel E27, die ähnlich wie die alten Glühbirnen mit dem größeren Gewinde aussehen und wie diese in normale Leuchten geschraubt werden können. Will man pflanzengerechtes Licht, braucht man LED-Lampen, die für Pflanzen optimiert wurden. Oft haben sie den Zusatz „Pflanzen“, „Wachstum“ oder „Grow“ im Namen.


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Zusammen mit Microsoft und der Queen Mary Universität London hat Valoya ein Beleuchtungssystem entwickelt, das die natürlichen Lichtverhältnisse draußen nachbildet, einschließlich der sich im Tagesverlauf ändernden Stärke und Spektralbereiche des Lichts. Mit diesem System lassen sich die Lichtverhältnisse von jedem Ort der Erde zu jeder Zeit nachstellen. Ermöglicht wird dies durch die Verbindung von Internet of Things (IoT), Big Data und Cloud-Technologien.

Valoya LightDNA – a dynamic simulator of solar and outdoor light conditions
(YouTube, Valoya Oy)

*Werbelink

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