Gärtnern in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen auf Balkonen, Terrassen/Dachterrassen, im Eingangsbereich und im Garten

Wie lassen sich Terrassen/Dachterrassen, Balkone, der Eingangsbereich oder besondere Bereiche im Garten schön gestalten und flexibel nutzen? Mit Pflanzgefäßen! In Töpfen, Kübeln, Schalen, Blumenkästen, Blumenspindeln, Blumenampeln, Pflanzkisten und Pflanzsäcken lassen sich Sommerblumen, Stauden und Gehölze der Pflanzenliebhaber genauso unterbringen wie Gemüse, Kräuter und sogar Obst der Selbstversorger und Naschkatzen. Der große Vorteil: Mit Pflanzgefäßen sind keine baulichen Veränderungen nötig, man ist vom Untergrund unabhängig und man kann jederzeit nach Geschmack umstellen.

Buchtipp: Gärtnern in Töpfen - Garten, Terrasse, Balkon, Eingangsbereich - Werbelink Amazon.deBuchtipp für Blumenliebhaber genauso wie Selbstversorger: Gärtnern in Töpfen* (und anderen Pflanzgefäßen) – auf Balkon und Terrasse, im Garten und Eingangsbereich

Vom Duftgarten auf dem Balkon, über den Kräutergarten neben der Outdoorküche auf der Terrasse bis hin zum Stauden- und Gehölzgarten in Kübeln auf einem Tiefgaragendach – mit Töpfen, Kübeln und anderen Pflanzbehältern kann man überall gärtnern, auch Anfänger! Und übrigens: auch Urban Gardening ist im Grunde ein Gärtnern in Töpfen, wenn man den Begriff „Töpfe“ als Synonym für alle Arten von Pflanzgefäßen verwendet, also auch Pflanzkisten und Erdesäcke.

Die meisten der Möglichkeiten des Gärtnerns in Pflanzgefäßen habe ich im Laufe von Jahrzehnten selbst ausprobiert. Schon während meines Studiums zur Gartenbau-Ingenieurin habe ich mit dem Gärtnern in Töpfen experimentiert – zuerst hauptsächlich mit Sommerblumen, mediterranen Kübelpflanzen und Tomaten, später mit ausgefallenen Obst- und Gemüsesorten und in den letzten Jahren zusätzlich mit winterharten Stauden und Gehölzen. Über viele meiner Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren gebloggt. Nun sind meine Erfahrungen mit dem Topfgärtnern in ein Buch geflossen, das zum Jahresanfang 2019 im Ulmer Verlag erscheint.

In Gärtnern in Töpfen: Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*

  • stelle ich viele Möglichkeiten vor, die man mit einem Topfgarten hat, beispielsweise Blütenträume ausleben, ein Duftpflanzenparadies schaffen, Bienen, Schmetterlingen und Nützlingen helfen, einen Erntegarten auf kleinem Raum verwirklichen oder die künstlerische Leidenschaft austoben und anderes mehr,
  • gebe ich Gärtnerwissen zum richtigen Pflanzen, Bewässern, Düngen, Pflegen und Gesunderhalten von Sommerblumen, Stauden, Gehölzen, Kräutern, Gemüse und Obst in Töpfen und Kübeln weiter – natürlich umweltfreundlich,
  • zeige ich, wie man durch die vertikale Raumnutzung mehr Platz für Pflanzen schafft,
  • informiere über die verschiedenen Pflanzerden und Topfmaterialien,
  • erläutere die Frostfestigkeit der Pflanzgefäße,
  • liste Pflanzen für Bepflanzungen nach Jahreszeit sowie für Dauerbepflanzungen auf,
  • zeige, wie man einen persönlichen Gestaltungsstil entwickelt,
  • welche Wirkung man mit Solisten im Vergleich zum choreografierten Zusammenspiel von Pflanzen erzielt und vieles mehr.

Das Buch soll Anfängern den Einstieg ins Gärtnern in Töpfen einfach machen, damit aus dem Funken eines ersten Interesses durch den Erfolg ein Feuer werden kann, und ich möchte fortgeschrittenere Hobbygärtner mit neuen Ideen zur Pflanzenauswahl und zur Gestaltung mit Pflanzen unterstützen.

Buchdaten im Überblick:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8

Herzlichen Dank an den Ulmer Verlag in Stuttgart, der auch bei diesem Buch an mich und das Thema glaubte.

* Werbelink

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige


Veröffentlicht unter Bücher, Garten und Pflanzen, Mitreden, Öko-/Bio-Themen, Selbstverwirklichung, tinto-Bücher, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Gärtnern in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen auf Balkonen, Terrassen/Dachterrassen, im Eingangsbereich und im Garten

Wir essen unser Unkraut: Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

Ist Löwenzahn ein Unkraut, Wildgemüse oder eine Heilpflanze? All das und noch mehr! Eine kurze Vorstellung und ein super einfaches Rezept („Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck“), das sich für Vegetarier und Veganer ganz leicht abwandeln lässt.

Löwenzahn im Garten
Löwenzahn im Garten

Unkraut ist ein unsinniger Begriff, denn krautige Pflanzen im botanischen Sinne sind nicht verholzende Pflanzen. Nicht krautig (un-krautig) wären dann also Gehölze. Aber als Unkraut werden Pflanzen bezeichnet, die an einem Platz wachsen, wo wir Menschen sie nicht wollen, weil sie dort entweder den von uns angebauten Kulturpflanzen das Licht, Wasser- und Nährstoffe wegnehmen oder weil wir sie da nicht schön oder aus anderen Gründen unpassend finden. Als Unkräuter bezeichnet werden beispielsweise Giersch, Zaunwinde und Kriechender Hahnenfuß.

Anzeige


Der Gewöhnliche Löwenzahn

Zu den Pflanzen, die von manchen als „Unkraut“ wahrgenommen werden, gehört der Gewöhnliche Löwenzahn. Aber eigentlich ist er ein heimisches Wildkraut, das in Wiesen, an Wegrändern und in Gärten wächst, das Brachflächen, Schutthalden und jede freie Ritze besiedelt.

Löwenzahn-Basics

Löwenzahn (Taraxacum) ist eine Gattung der Familie der Korbblütler. Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) bezeichnet nicht nur eine Art umfasst, sondern eine ganze Gruppe. Die Hauptblütezeit ist im April/Mai – zu der Zeit ist er ist er eine wichtige Bienenweidepflanze. Wie bei allen Korbblütlern ist das, was wir als eine Blüte wahrnehmen, ein Blütenstand mit Hochblättern, Hüllblättern und vielen gelben Zungenblüten auf einem hohlen Blütenstandsstiel. Nachts sowie bei Regen oder Trockenheit schließen sich die Hüllblätter. Die einzelnen Blüten bilden Früchte, die zusammen den Fruchtstand bilden, den Kinder als „Pusteblume“ bezeichnen. Jede kleine Frucht hat ihren Flugschirm und wird vom Wind davon getragen.

Die jungen Blättern eignen sich roh als Salatbestandteil, Presssaft oder Smoothiezutat, lassen sich aber auch als Gemüse kochen. Auch die Wurzeln kann man roh oder gekocht essen oder über Trocknung und Röstung zu einem Kaffeeersatz verarbeiten. Aus den Blüten kann Sirup oder Gelee hergestellt werden. Löwenzahn ist außerdem ein wichtiges Kraut für Weidetiere und Bestandteil der Kräuter für Kleintiere.

Löwenzahn hat wegen seinen wertvollen Inhaltsstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Inulin, Bitterstoffe, Triterpene und andere) auch in der Medizin, Volksheilkunde und Homöopathie Bedeutung und wird/wurde beispielsweise gegen Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, Diabetes und anderem mehr angewendet. So kann man einen Tee aus Blättern (innerlich, angeblich gut für die Verdauung), Wurzeln (innerlich, angeblich gut für die inneren Organe) oder Blüten (äußerlich, angeblich gut als Gesichtswasser) zubereiten. Andererseits wird Löwenzahn von der Informationszentrale gegen Vergiftungen als „gering giftig“ eingestuft, jedoch ohne Angaben, ab welchen Mengen für wen. Man sollte sicherheitshalber keine zu großen Mengen Löwenzahn essen und wer zu Allergien neigt, sollte wissen, dass der Milchsaft zu Hautreizungen führen kann.

Löwenzahn und andere Kräuter zum Essen oder zur inneren Anwendung sollte man nur da sammeln, wo nicht gespritzt wurde, nicht an viel befahrenen Straßen oder an Hunde-Gassirouten.

Die jungen Blätter des Löwenzahns eignen sich roh als Salatbestandteil, Presssaft oder Smoothie-Zutat, lassen sich aber auch als Gemüse kochen. Auch die Wurzeln kann man roh oder gekocht essen oder über Trocknung und Röstung zu einem Kaffeeersatz verarbeiten. Aus den Blüten kann Sirup oder Gelee hergestellt werden. Löwenzahn ist außerdem ein wichtiges Kraut für Weidetiere und Bestandteil der Kräuter für Kleintiere.

Frisch geernteter Löwenzahn
Frisch geernteter Löwenzahn

Löwenzahn hat wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Inulin, Bitterstoffe, Triterpene und andere) auch in der Medizin, Volksheilkunde und Homöopathie Bedeutung und wird/wurde beispielsweise gegen Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, Diabetes und anderem mehr angewendet. So kann man einen Tee aus Blättern (innerlich, angeblich gut für die Verdauung), Wurzeln (innerlich, angeblich gut für die inneren Organe) oder Blüten (äußerlich, angeblich gut als Gesichtswasser) zubereiten. Andererseits wird Löwenzahn von der Informationszentrale gegen Vergiftungen als „gering giftig“ eingestuft, jedoch ohne Angaben, ab welchen Mengen und für wen. Man sollte sicherheitshalber keine zu großen Mengen Löwenzahn essen und wer zu Allergien neigt, sollte wissen, dass der Milchsaft zu Hautreizungen führen kann.

Anzeige

Löwenzahn und andere Kräuter zum Verzehr oder zur inneren Anwendung sollte man nur da sammeln, wo keine giftigen Pflanzenschutzmittel oder Ähnliches gespritzt wurden, nicht an vielbefahrenen Straßen und nicht dort, wo regelmäßig Hunde Gassigeführt werden.

Löwenzahn-Rezept

In unserem Gemeinschaftsgarten wächst der Löwenzahn im Rasen auf dem begrünten Tiefgaragendach und am Grundstücksrand im lichten Schatten unter Laubgehölzen (die im Winter und Frühling blattlos sind). Während er in unserem Rasen wenig Blattmasse bildet, weil er mit Gräsern, Gänseblümchen und anderen Rasenblumen konkurrieren muss, gedeiht er im Frühling unter den Bäumen prächtig. Es bot sich also an, ihn nicht nur den Hasen zu überlassen, sondern ihn auch einmal in der Küche zu verarbeiten.

Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

Das ist mein Rezept für ein schnelles Gericht aus (übriggebliebenen) Pellkartoffeln und ein paar Löwenzahnblättern aus dem Garten. Natürlich kann man auch Salzkartoffeln verwenden, ich bevorzuge Pellkartoffeln, weil sie so schnell, energiesparend und vitaminschonend im Dampfkochtopf gekocht werden können.

Zutaten

Pellkartoffeln, gepellt und in Scheiben
Löwenzahnblätter, gewaschen und grob gehackt
(Löwenzahnblüten zur Dekoration)
Zwiebel(n), gehackt
Speck (ersatzweise Tofu würzig mariniert), gewürfelt
zum Braten geeignetes Pflanzenöl oder Fett
Salz und Pfeffer
(Butter, kaltgepresstes Pflanzenöl)

Zubereitung

In einer Pfanne mit etwas hitzeverträglichem Pflanzenöl o. Ä. Speck auslassen. Den Speck dann an den Rand schieben (oder herausnehmen und warm halten) und Kartoffeln und Zwiebeln im Öl/Fett anschwitzen, bis sie leicht gebräunt sind. Zum Schluss die gehackten Löwenzahnblätter hinzufügen und heiß werden lassen. Mit Salz, Pfeffer (Butter, Pflanzenöl) abschmecken. Auf Tellern mit Löwenzahnblüten garnieren und servieren.

Löwenzahnbratkartoffeln mit Speck
Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

PS: Dazu kann man Spiegelei, (vegane) Würstchen, gebratenen Leberkäs (oder entsprechende Tofu-/Seitanprodukte) essen.

Zwei interessant klingende Rezepte mit Gewöhnlichem Löwenzahn findet man auch in dem Buch

Der Giersch muss weg!

Der Giersch muss weg!:
28 Unkräuter bekämpfen oder einfach aufessen.
50 frische Wildkräuter-Rezepte
*
Susanne Hansch, Elke Schwarzer
Verlag Eugen Ulmer** (17. Januar 2019)
128 Seiten
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-8186-0647-3






**Das Buch habe ich kostenfrei vom Verlag erhalten

* Werbelink

Das könnte Sie auch interessieren:

Unkraut im Garten? Lieber aufessen als Gift spritzen! (tinto bloggt)

Rasenunkraut bekämpfen oder sich dran erfreuen? (www.gartensaison.de)

Anzeige


Veröffentlicht unter Diäten, Garten und Pflanzen, Geld sparen, Gesundheit, Küchenpraxis und Rezepte, Mitreden, Öko-/Bio-Themen | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wir essen unser Unkraut: Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck

Torffreie und torfreduzierte Pflanzerden für Balkon und Terrasse

In Blumenerden, Pflanzerden und ähnlichen Substraten aus dem Handel wird Torf zunehmend ganz oder teilweise ersetzt, damit die Moore geschont werden. Die neuen Bestandteile verändern jedoch manche der gewohnten Eigenschaften einer Pflanzerde. Was alle Gärtnernden wissen sollten.

Torffreie Pflanzerden für den Anbau in Töpfen und KübelnDie Frühlingsbepflanzung steht an: Mit torffreien Pflanzerden für Töpfe und Kübel schont man die Moore.

Moore sind ein wertvoller Lebenraum für Pflanzen und Tiere und in ihnen sind große Mengen an Treibhausgasen gespeichert, die bei Trockenlegung frei würden. Dem Klima und der Artenvielfalt zuliebe sollten Moore möglichst unberührt bleiben. Die weitgehende Erhaltung vorhandener Moore ist nur durch Einsparen von Torf möglich.

Torffreie und torfreduzierte Substrate („Erden“)

Als Ersatz für einen Teil des Torfes oder den gesamten Torf wird den Substraten vor allem Grüngutkompost, Rindenhumus, Holzfasern, Hanffasern, Kokosfasern, Kokosmark und/oder Xylit (Schieferkohle) beigemischt.

Die Eigenschaften einer Pflanzerde werden von den Ausgangsmaterialien bestimmt: Von der Feinkörnigkeit/Porenvolumen der Ausgangsmaterialien hängen beispielsweise Wasser- und Nährstoffhaltevermögen sowie die Luftdurchlässigkeit ab.

Grobkörnige Materialien halten Wasser und ebenso eine Nährstofflösung schlecht, dafür lassen sie viel Luft an die Wurzeln. Feinkörnige Materialien sind gute Speicher und Puffer, aber neigen eher zu Staunässe und damit Luftarmut im Wurzelbereich – was die wenigsten Pflanzen mögen.

Eher feinkörnig und damit wasserkapazitäterhöhend sind gesiebter Frästorf, Kokosmark, Grüngutkompost sowie Rindenhumus.

Eher grobkörnig und damit luftkapazitäterhöhend sind Sodentorf, Holzfaser, Kokosfaser und Hanffaser.
Anzeige
Vom Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis eines Ausgangsmaterials hängt es ab, ob eine Pflanzerde Stickstoff an die Pflanzen abgibt oder alles an sich bindet (auch die Nährstoffe, die gedüngt oder mit dem Kompost verabreicht werden). Holzfasern haben beispielsweise viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff – sie entziehen ihrer Umgebung Stickstoff. Grüngutkompost enthält dagegen wenig Kohlenstoff, aber viele Nährstoffe, die abhängig von der Temperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt mehr oder weniger schnell freigesetzt werden.

Blumenerden, Pflanzerden, andere Substrate: Auf die Mischung und den Einsatzzweck kommt es an

Bei der Substratanmischung wird versucht, eine Erde mit Eigenschaften für den jeweiligen Zweck zu schaffen: eine feinkrümelige, nicht zu nährstoffreiche für die Aussaat und weitere Anzucht von Blumen und Gemüsen, eine grobere für die Ansprüche verschiedener, größerer Baumschulpflanzen, und noch andere für die Bepflanzung von Pflanzkästen und Kübeln, für den Anbau in Hochbeeten sowie anderen Behältern und so weiter.

Wer in den letzten Jahren die neuen torffreien und torfreduzierten Pflanzerden ausprobiert hat, hat festgestellt, dass selbst die torffreien oder torfarmen Blumenerden, Pflanzerden und ähnliche Substrate für den „universellen Einsatz“ schon von der Struktur und damit von den physikalischen Eigenschaften her ganz unterschiedlich sind, denn jeder Hersteller hat sein eigenes Rezept – vermutlich auch abhängig davon, wie gut seine Bezugsquellen für die verschiedenen Materialien sind. Während größere Baumschulpflanzen von der besseren Durchlüftung eines großporigen Substrates profitieren, benötigt man für die Aussaat/Direktsaat in Pflanzgefäße zumindest im anfänglichen Durchwurzelungsbereich feinere Poren, damit die jungen Pflanzenwurzeln Halt und Wasser finden.

Dazu kommt, dass die verschiedenen Substrate auch unterschiedliche Mengen an verfügbaren Nährstoffen (abhängig beispielsweise vom Kompostanteil, Feuchtigkeit und Temperatur) enthalten: Die einen enthalten zu viele verfügbare Nährstoffe und ihr dadurch erhöhter Salzgehalt schadet manchen empfindlichen (Jung-)Pflanzen. Andere versorgen die Pflanzen in der Anfangsphase bis zur ersten Düngung gerade richtig, aber haben keine Reserven. Wieder andere geben von Anfang an keine Nährstoffe frei beziehungsweise entziehen sogar die Nährstoffe, die gedüngt werden, so dass den Pflanzen zu wenig bleibt.
Anzeige

Tipps zur Verwendung von torffreien und torfreduzierten Pflanzerden in Kübeln

Wer selbst mischt, sollte wissen: Ist die Basis eines torfreduzierten Substrates ein feinkörniger Torf, wirken sich die Torfersatzmaterialen weniger auf die Wasser- und Luftkapazität aus als bei einem torfreduzierten Substrat auf Basis eines groben Torfes.

Ansonsten gilt meiner Erfahrung nach: Bei Direktsaat oder Pflanzung in größere Töpfe oder Kübel kann man in die untere Hälfte die günstigere torffreie Hochbeeterde und oben drauf eine feinkörnigere Pflanzerde füllen. Wichtig ist, die Pflanzen gut zu beobachten, um einen Nährstoffmangel oder -überschuss frühzeitig ausgleichen zu können, und die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu überprüfen, um bedarfsgerecht gießen zu können.

Pflanzen beobachten

Bei Unterversorgung mit Stickstoff wird das Laub der Pflanze von unten her hell und sie wirken spärlich – am schnellsten lässt sich das mit einem Flüssigdünger ausgleichen, in welchem die Nährstoffe bereits in pflanzenverfügbarer Form vorliegen.

Bei Überversorgung sind die Pflanzen dunkelgrün und mastig. Manchmal sind sie sogar an der Spitze schopfartig gebogen. In diesem Fall wird auf die nächsten (Zusatz-)Düngungen verzichtet, bis die Pflanzen wieder normal sind.

Vor dem Gießen checken

Da manche torffreien Substrate immer trocken wirken – vor allem solche mit groben Bestandteilen -, sollte man die tatsächliche Feuchtigkeit mit einem Messgerät überprüfen oder zumindest mit dem Finger vorsichtig, aber tief genug hineinbohren, ob die Pflanze wirklich Wasser benötigt, bevor man gießt.

Beispiele für torffreie (Bio-)Erden

Torffreie Pflanzerde selbst mischen

Wer seine torffreie Blumenerde selbst mischen möchte, kann dies zum Beispiel nach den folgenden Rezepten:

  • 25% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 50% Gartenerde

oder

  • 35% Holzfaserstoffe
  • 30% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 10% Ton
Buchtipp:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8






*Werbelink

PS: Die drei torffreien Pflanzerden und alle anderen Produkte im Foto oben habe ich selbst gekauft. Not sponsered!

Kontakt für Werbekooperationen: tinto@tinto.de

Quellen und weitere Informationen
  • Blumenerden – torffreie sind anders (Gartentipps-Blog)
  • Rund um die gesunde Wurzel: Die Luftkapazität zählt (DeGa Gartenbau 12/2018, S.48, Meinken E., Lohr D., Neumaier D., Institut für Gartenbau an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT))
  • Baumschulversuche: Torffreie und torfreduzierte Substrate (DeGa Gartenbau 12/2018, S.45, Beitz H., LVG Bad Zwischenahn)
Anzeige


Veröffentlicht unter Garten und Pflanzen, Gewächshaus, Öko-/Bio-Themen, Urban Gardening, Wohnen und Garten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Torffreie und torfreduzierte Pflanzerden für Balkon und Terrasse

Vegan essen und dabei fit und gesund sein für Anfänger

Kennzeichnung siehe unten beim Asterisk (*)Millionen Menschen haben sich in Deutschland für die vegetarische Ernährung entschieden. Ein zunehmender Teil von ihnen lebt vegan – sie verzichten vollständig auf tierische Produkte. Wie gelingt der Einstieg in die gesunde, vegane Ernährung? Schmeckt die pflanzenbasierte Kost überhaupt? Tipps und Informationen helfen, die ersten Schritte hin zum tierproduktfreien Leben zu gehen – und dranzubleiben.

Vegan essen, gesund leben – wie geht das?

In der Ernährung bedeutet vegan: kein Fleisch, keine Eier, keine Milchprodukte, kein Honig und andere Inhaltsstoffe, die von Tieren stammen. Die meisten Veganer entscheiden sich aus Tierliebe für diese Ernährungsweise. Die vegane Ernährung hat aber auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt und das Klima und bei einem ausgewogenen Speiseplan leistet die pflanzenbasierte Ernährung auch einen wertvollen Beitrag zur eigenen Gesundheit. Darüber hinaus führt die Ernährungsumstellung auf vegan dazu, dass die eigene Lebensweise reflektiert wird – so mancher findet dadurch gesündere Gewohnheiten für den Alltag als bisher.

Legt man neben dem Verzicht auf tierisches Essen auch Wert auf Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse und eine ausgewogene Zusammenstellung, kann die vegane Ernährung die Gesundheit positiv beeinflussen. Vielversprechend ist die Umstellung auf den veganen Speiseplan, wenn Sie Gewicht reduzieren wollen. Veganer haben eine große Auswahl an hochwertigen Lebensmitteln, aus denen sie wählen können. Neben ausgewogen-gesunden Produkten bieten die Supermärkte jedoch auch im Vegan-Regal Hochkalorisches und eher ungesunde Fettbomben. Mit dem Wechsel zur pflanzlichen Kost gehen viele aber einen ersten Schritt hin zu einer langfristig gesünderen Ernährung.

Gesund abnehmen und schlank bleiben – mit veganer Ernährung kann das klappen

Noch gibt es eine begrenzte Anzahl an Studien, die die langfristige Wirkung von veganem Essen untersuchen. Doch eines konnte schon gezeigt werden: Als Diät funktioniert die Umstellung auf pflanzliche Kost ausgezeichnet. Auch Blutdruck- und Blutfettwerte verbesserten sich bei einer ausgewogen veganen Diät nachweisbar. So profitiert von der Umstellung nicht nur die schlanke Linie, sondern zugleich die Gesundheit.

Vegan essen und fit werden – Fitnesstraining mit Pflanzenpower

Passen vegane Ernährung und Fitness zusammen? Verträgt sich der pflanzliche Speiseplan mit einem Muskelaufbautraining? Ist es möglich, die nötigen Proteine zum Muskelaufbau ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung zu beziehen?

Die Antwort lautet: im Prinzip ja. Es kommt auf die Auswahl an.

Wer sein Muskelwachstum anregen will, muss dazu nicht zum bekannten Molkeprotein greifen. Auch Proteine aus Reis oder Soja können den veganen Speiseplan ergänzen. Tatsächlich enthalten alle pflanzlichen Lebensmittel Proteine – allerdings in unterschiedlicher Menge.

Besonders proteinhaltig sind:

  • Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Kichererbsen)
  • Vollkorngetreide
  • Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Cashewnüsse)
  • Saaten (Hanfsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)

Wer sich einen ausgewogenen Speiseplan zusammenstellt, kann auch im Sport weiterhin Höchstleistungen abrufen. Diverse Spitzensportler schwören sogar auf vegan-vegetarische Ernährung. Erfolgreiche Diätansätze sind ebenso möglich wie das gewohnte Ausdauer- und Aufbautraining – so mancher wird nach der Umstellung auf vegane Ernährung gar eine verbesserte Leistungsfähigkeit feststellen.

Vegan durchstarten mit einfachen Rezepten

Machen Sie sich den Anfang leicht. Probieren Sie verschiedene Rezepte aus, und was gut schmeckt, darf gern öfter auf den Tisch. Für den Anfang lohnen sich Gerichte, die leicht zuzubereiten und nicht sehr aufwändig sind. Gerade Menschen, die bisher nicht regelmäßig selbst gekocht haben, werden eine Weile brauchen, um sich an die Zubereitung am eigenen Herd zu gewöhnen. Mit den nachfolgenden Rezepten gelingt der Einstieg ins vegane Leben bestimmt – sie sind unwiderstehlich lecker und einfach zuzubereiten.

Quinoa-Birnen-Auflauf

Zutaten für 3 Personen:
250 g Quinoa
500 ml Wasser
Fett für die Auflaufform
5 Birnen
80 ml Hafermilch (alternativ auch Sojamilch)
Für den Guss:
35 g Mandelmus
200 ml Hafermilch
1 EL Zitronensaft
2 EL Mehl

Zubereitung:
Quinoa heiß waschen, abtropfen lassen. Das Wasser zum Kochen bringen, Quinoa hinzugeben. Ca. 15 Minuten unter häufigem Umrühren kochen. Eine Viertelstunde auf der heißen Platte quellen lassen.
Das Mandelmus in Hafermilch auflösen, die Mischung mit dem Mehl und Zitronensaft zu einer dickflüssigen Masse verrühren. Quinoa vom Herd nehmen, 80 ml Hafermilch einrühren und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten ausquellen lassen.
Die Auflaufform einfetten. Quinoamasse einfüllen, verteilen und gleichmäßig andrücken.
Die Birnen schälen, entkernen, in Spalten schneiden. Die Stücke auf der Quinoa verteilen und den Guss darübergießen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 25 Minuten backen.
Kann als Hauptgericht dienen, oder mit Marmelade und frischem Obst als leckere Nachspeise.

Mousse au Chocolat – vegane Nachspeise, fix angerichtet

Zutaten:
200 g Cashewsahne – selbst gemacht oder gekauft
1 Banane
1 EL Kakao
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz
Etwas Zimt
Mandelsplitter zum Bestreuen.

Zubereitung:
Alle Zutaten im Mixer oder Smoothie-Maker zu einer dicken Creme mixen. Nach Bedarf mit etwas Agavendicksaft abschmecken. Mandelsplitter obenauf streuen. Vor dem Servieren kühl stellen.

Die erfolgreiche Ernährungsumstellung auf vegan – so nutzen Sie die Pflanzenpower für sich

Mehr Informationen, Tipps und Rezepte für eine gesunde vegane Ernährung sowie einen Online-Shop mit einer riesigen Auswahl an veganen Lebensmitteln finden Sie bei veganfitness.de.

Ist die Umstellung auf vegane Kost einmal gelungen, bemerken Sie viele Veränderungen, nicht nur in Ihren Alltagsgewohnheiten. Die vegane Küche kann sich positiv auf die schlanke Linie auswirken, Sportler entdecken neue Leistungslevels, und dank reichhaltiger neuer Erfahrungen in der Küche weitet sich der kulinarische Blick. Die pflanzliche Kost kann eine echte Bereicherung für den Speiseplan und für den gesamten Lifestyle sein. Mit den richtigen Informationen gelingt es Ihnen bald, das pflanzliche Kochen in den Alltag zu integrieren. Geben Sie sich selbst genug Zeit, und genießen Sie die sichtbaren und spürbaren Erfolge Ihres neuen Menüplanes.

*Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner.

Veröffentlicht unter Abnehmen, Diäten, Gesundheit, Küchenpraxis und Rezepte, Mitreden, Öko-/Bio-Themen, Selbstverwirklichung | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Vegan essen und dabei fit und gesund sein für Anfänger

Schöner Schein mit Filtern, Facetuning, Photoshop & Co.

Wie glaubwürdig sind Bilder als Teil der Selbstdarstellung, Selbstvermarktung und Kommunikation angesichts der Bearbeitungsmöglichkeiten und wie ehrlich sollte man sein?

Schon nicht manipulierte Bilder und Videos können im falschen Zusammenhang ein falsches Zeugnis sein. In den letzten Jahren ist hinzugekommen, dass Bilder und Videos immer einfacher verändert werden können. Das geschieht nicht nur, wenn Tatsachen politisch motiviert falsch dargestellt werden sollen oder wenn jemand Prominente mit gefälschten Videos unter Druck setzen oder deren Ruf zerstören will. Dank Digitalisierung lassen sich heute alle unsere Bilder mit ein paar Klicks oder Tipps verändern: das Wetter verschönern, die Figur trimmen, unerwünschte Personen oder Gegenstände aus dem Bild entfernen. Aber soll man diese Möglichkeiten für die Selbstdarstellung, Selbstvermarktung und die Business-Kommunikation nutzen?

Aufwachen macht mehr Spaß mit Snapchat-Effekten, Linsen und Filtern
Der Blick in den Spiegel am Morgen kann in meinem Alter schon manchmal frustrieren: Augenringe, Knitterfalten, Rötungen und anderes mehr. Aber auf meinem neuen iPhone habe ich jetzt endlich die Snapchat-App installieren können (gab es für mein voriges Lumia-Smartphone mit Windows nicht). Die Zeiten mit dem Frust am Morgen sind vorbei, denn jetzt heißt es: Aufwachen, Smartphone an, Snapchat öffnen, Effekt auswählen und schon lächelt mir eine schmalere Eva mit makelloser Haut, schönen, langen Wimpern, Lidstrich und/oder mit sonstiger Verzierung je nach Laune an. Will ich heute Prinzessin sein, Vampir oder will ich bunte Haare und ein Piercing über der Lippe?



Ich liebe es, alle angebotenen Effekte. Linsen und Filter auszuprobieren. Allerdings bin ich dadurch heute eine Stunde später aufgestanden. In bester Laune!

Kleiner Tipp: Den Spiegel im Badezimmer sollte man am Abend vorher verhängen, sonst kommt beim Zähneputzen das Erwachen!


Solange man im Homeoffice arbeitet und die Kommunikation mit der Außenwelt auf Snapchatten, Instagram & Co. mit geschönten Fotos und Videos, E-Mails und Telefonieren beschränkt, kann man den schönen Schein im Business und anderswo aufrechterhalten. Aber was ist, wenn man rausgeht? Dass man dann auf der Straße von Fremden nicht erkannt werden kann, werden viele begrüßen, die zurückgezogen leben und ihre Privatsphäre schützen wollen. Allerdings könnte es frustrierend werden, wenn man dann doch einmal auf eine Veranstaltung geht oder sich mit virtuellen Bekannten geschäftlich oder privat verabredet und denen dann möglicherweise vor Schreck die Kinnlade runterfällt.
Anzeige

Wie ist Ihre/eure Meinung zu dem Thema? Soll man sich online möglichst positiv darstellen? Oder doch lieber authentisch mit allen Facetten? Man könnte natürlich auch tiefstapeln, um dann im wahren Leben positiv zu überraschen. (Da hier aktuell nicht kommentiert werden kann: Wer einen Blogbeitrag zum Thema verfasst hat, kann mir den Link an tinto@tinto.de schicken. Ansonsten freue ich mich über Kommentare und Diskussionen bei Facebook, Twitter, Instagram & Co.).

Apropos: Wie weit soll das Verschönern mit App-Effekten, Facetuning, Photoshop & Co. im Privaten gehen? Soll man die Bikinifigur aufmöbeln, Muttermale entfernen, den Müll am Bildrand vom Strandfoto wegretouchieren? Aber wie echt sind dann die Erinnerungen, die ja auch durch Bilder wachgehalten werden? Wie viel Realität ist eigentlich wichtig?

Anzeige



Veröffentlicht unter Beauty, Beruf, Internet, Mitreden, Software | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Schöner Schein mit Filtern, Facetuning, Photoshop & Co.