Vertikal gärtnern – was bringt es?

Der Begriff „Vertikales Gärtnern“ kam mit dem Urban Gardening, dem Gärtnern in der Stadt, auf Balkone, Terrassen, Hinterhöfe, an Fassaden und andere Orte. Im Grunde gab es das vertikale Gärtnern, genauso wie das Urban Gardening auch schon vorher, aber nun ist es stärker im allgemeinen Bewusstsein und es gibt mehr Möglichkeiten, die auch von Fachhandel unterstützt werden. Begriffserklärung, Vorteile, Mittel und Möglichkeiten.
Schon ein einfaches Regal schafft mehr Anbaufläche, mehr Grün, mehr Ernte, bessere Luft, mehr Freude … mehr Gartenglück.

Was ist vertikales Gärtnern?

Unter vertikalem Gärtnern versteht man, dass beim Gärtnern nicht nur die Fläche, sondern auch die Vertikale genutzt wird – mit dem Pflanzenanbau in die Höhe zu gehen. Damit ist nicht gemeint, dass man nur noch hohe Bäume oder an Fassaden kletternde Pflanzen pflanzt, sondern dass man die dritte Dimension erobert, beispielsweise indem man mehrere Anbauebenen übereinander schafft.

Das ist im Grunde nichts Neues, aber zunehmend wichtig – sei es für die Ernährung der Menschen in der Zukunft als auch für das Stadtklima im Speziellen sowie für Natur und Umwelt allgemein.

Eine extreme Variation des vertikalen Gärtnern ist der urbane Gartenbau in großen Fabrikhallen oder umgebauten Frachtcontainern, wo die Pflanzen in Regalen mit Kunstlicht übereinanderstehen und automatisch bewässert und gedüngt werden. In diesem Artikel soll es aber hauptsächlich um das Ausnutzen der Vertikale auf Balkon, Terrasse/Dachterrasse, im Eingangsbereich und in Hinterhöfen gehen – also bei jedem von uns zuhause.

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Was bringt vertikales Gärtnern?

Die Vorteile des vertikalen Gärtnerns sind:

Bessere Platzausnutzung
Dies führt zu besseren Ernten und – abhängig vom Gärtner – auch zu mehr Vielfalt.

Mehr Platz zum Gärtnern, mehr Gartenglück
Gärtnern macht glücklich und auch an einem winzigen Balkon oder einer kleinen Terrasse will man möglichst viel Gartenfreude haben.

Mehr Blattmasse – mehr Luftverbesserung
Pflanzen schaffen ein besseres Klima – einserseits unmittelbar auf der Terrasse und dem Balkon, aber andererseits sie sind im Sommer vor der offenen Terrassentür auch eine Art Luftfilter.

Windreduzierung
Eine zugige Terrasse oder einen zugigen Balkon kann man mit den richtigen Sträuchern oder einer bepflanzten Wand vor zu viel Zugluft schützen.

Sichtschutz
Mit höheren Pflanzen beziehungsweise mit bepflanzten Regalen, Pflanzwänden und ähnlichem kann man sich vor neugierigen Blicken schützen.

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Der Blick ins Grüne ist Erholung pur
Im Grünen auf der Terrasse oder dem Balkon zu sitzen oder von drinnen nach draußen ins (eigene) Grüne zu schauen, beruhigt und tut gut.

Mehr Platz zur Selbstverwirklichung
Mit eigenen (Topf-) Garten kann man sich austoben: nach der eigenen Philosophie anbauen und ernten, sein Nasch- oder Pflanzenparadies schaffen, vielleicht Bienen, Schmetterlinge und Vögel willkommen heißen, sich künstlerisch austoben und anderes mehr.

Wie man vertikal gärtnert

Viele Inspirationen zum vertikalen Gärtnern findet man beispielsweise bei YouTube.



Es gibt so viele Möglichkeiten, die Vertikale auszunutzen: Man kann Blumenampeln aufhängen, Topfregale aufstellen, Pflanzwände an eine Zwischenwand anbringen, Rankgitter bepflanzen oder Pflanzpyramiden aufstellen. Im Gartenfachhandel findet man viele Fertiglösungen, bei YouTube & Co. gibt es Anleitungen, wie man ähnliche Lösungen selbst basteln kann, beispielsweise Säcke oder Fässer mit seitlichen Pflanzlöchern.

Buchtipp Topfgarten

Flexibel und mobil gärtnern: Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen – vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8 


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Sind Borkenkäfer auch im Garten eine Gefahr?

Die Nachrichten über den Wald zerstörende Borkenkäfer haben auch im vergangenen Sommer wieder die Schlagzeilen angeführt. Wie kam es dazu und was bedeutet das eigentlich für die Bäume und Sträucher im Garten.

Eigentlich sind Borkenkäfer ein wichtiges Mitglied im Ökosystem Wald: Sie sorgen dafür, dass schwache oder bereits abgestorbene Gehölze zerkleinert werden – so wird Platz für Jungbäume geschaffen und Nährstoffe wieder in den Boden zurückgeführt.
In den letzten Jahren waren allerdings in den Wäldern viele Bäume durch Stürme geschädigt, nicht zuletzt, weil unsere Wälder keine naturbelassenen Wälder, sondern oft Monokulturwälder aus schnell wachsenden Fichten zur Holzproduktion sind – diese sind vor allem an milden Flachlandstandorten anfälliger als es ein Laubbaummischwald wäre. Dazu kamen trockene Sommer, was die Bäume zusätzlich schwächte, denn dann können sie ihre Schutzmechanismen, die gesunde Bäume normalerweise gegen Borkenkäfer haben, nicht aktivieren. Jedenfalls waren die Bedingungen der letzten Jahre schlecht für die Bäume und gut für die Borkenkäfer, die sich stark vermehrt haben. Viele Borkenkäfer haben viel Hunger und wenn es nicht mehr genug abgestorbene oder kranke Bäume gibt, werden auch die gesunden angegriffen.

Welche Borkenkäfer schädigen im Wald

Vor allem zwei Arten Borkenkäfer haben sich in den Wäldern stark ausgebreitet, beide sind sogenannte rindenbrütende Borkenkäfer:

Brutsystem des Buchdruckers
Rindenbrütende Borkenkäfer wie der Buchdrucker legen ihre Brutsysteme unter der Borke an. (Bild gemeinfrei/Wikimedia, Ursprung Meyers Konversationslexikon 1888)

Der Buchdrucker (Ips typographus) befällt vor allem Fichten, aber auch andere Nadelgehölze. Er wird bei Temperaturen über 16,5 °C aktiv, aber nur wenn die Tageslänge über 14 Stunden liegt (also ab etwa Mitte April). Die männlichen Käfer machen sich auf die Suche nach Wirtsbäumen, fressen sich in die Rinde um darunter eine Rammelkammer anzulegen, die später zum Zentrum des Brutsystems werden soll. Einzelne Käfer kann ein Baum durch Harzbildung abtöten, aber ab 200 Käfern ist auch ein gesunder Baum besiegt. Ist der Baum durch hohe Temperaturen und Wassermangel geschwächt, reichen schon weniger Käfer pro Baum. Wenn dann die Weibchen kommen, paaren sich die Käfer, die Weibchen legen Eier in den senkrechten Muttergängen ab und die Larven fressen später ihre eigenen Gänge senkrecht dazu.

Der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) befällt junge Nadelbäume oder die Spitzen von älteren Bäumen, weil da die Rinde noch dünn ist. Auch er legt Brutsysteme an, wobei seine Muttergänge sternförmig von der Rammelkammer abgehen.

Welche Borkenkäfer schädigen im Garten

Jeden Gartenbesitzer treibt die Frage um, ob die Borkenkäfer, von denen man jetzt so viel hört, auch im Garten zu einem Problem werden können.

Die beiden hauptsächlich im Wald schädigenden Borkenkäfer, Buchdrucker und Kupferstecher, können auch in Parks und Gärten zu Schädlingen werden, wenn dort Fichten und andere Nadelgehölze stehen. Doch sie bleiben ausschließlich auf ihren Wirtspflanzen und befallen nicht etwa Birken, Fächerahorn, Flieder oder andere Laubgehölze im Garten. Trotzdem kann man auch für Laubgehölze keine Entwarnung geben, denn es gibt noch andere Borkenkäfer und Gehölzschädlinge.

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Rindenbrütende Borkenkäfer im Garten

Hier einige Beispiele für rindenbrütige Borkenkäfer, die an Gehölzen im Garten auftreten können.

Obstbaumsplintkäfer (Scolytus mali, Scolytus rugulosus)
Diese beiden Borkenkäferarten können geschwächte Apfel- und Birnenbäume, Quitten, Steinobstgewächse, Weißdorn, Esche und andere Bäume befallen. Befallene Bäume kümmern oder sterben beginnend an einzelnen Ästen ab. In der Rinde findet man zahlreiche, kleine Löcher – bei Steinobstgewächsen tritt an diesen Gummifluss auf. Unter der Rinde sind die Borkenkäferbrutsysteme aus Muttergängen und Larvengängen. Oft werden frisch verpflanzte, geschwächte und gestresste Bäume befallen. Gesunde Bäume, die optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt und regelmäßig geschnitten werden (dabei werden auch kranke oder abgestorbene Äste entfernt), sind weniger gefährdet. Natürliche Gegenspieler sind Vögel.

Auch Obstgehölze können von Borkenkäfern befallen werden, allerdings nicht von Buchdrucker und Kupferstecher aus dem Wald, sondern beispielsweise vom Obstbaumsplintkäfer.

Von der Gattung Scolytus gibt es noch viele andere Borkenkäfer, die auf jeweils andere Baumarten spezialisiert sind. Der Eichensplintkäfer (Scolytus intricatus) beispielsweise interessiert sich vor allem für Eichen, seltener für andere Laubgehölze. Er ist relativ häufig und hat zwei Generationen pro Jahr. Der Große und der Kleine Ulmensplintkäfer (Scolytus scolytus, Scolytus multistriatus) bevorzugen Ulmen, der Birkensplintkäfer (Scolytus rugulosus) Birken.

Thuja- und Wacholder-Borkenkäfer (Phloeosinus thujae, Phloeosinus aubei)
Diese beiden Borkenkäferarten befallen geschwächte Lebensbäume (Thujen), Scheinzypressen, Wacholder und andere Zypressengewächse. Im Frühjahr fressen sich die 2 mm kleinen Weibchen in die frisch ausgetriebenen Triebe und legen dort während ihres Reifungsfraßes kurze Gänge an. Die befallenen Triebe werden blass und verfärben sich, knicken häufig auch ab. Nach diesem Reifungsfraß bohren sich die Käfer in die Rinde des Stammes ein und legen ihre Eier ab. Die Muttergänge sind zweiarmig mit 20 bis 30 zunächst senkrecht abgehenden Larvengängen, die aber später auch die Richtung wechseln können. In dieser Phase kommt es zur Schädigung der Leitungsbahnen und der Wachstumsschicht unter der Rinde (Kambium). Die Käfer überwintern im Larvenstadium und fressen sich im Frühjahr nach außen – es entstehen querovale „Ausbohrlöcher“ und man findet Bohrmehl. Ein bis maximal zwei Generationen sind pro Jahr möglich.

Auch Flieder wird nicht von Buchdruckern und Kupferstechern heimgesucht, da diese auf Nadelgehölze spezialisiert sind. Doch der Bunte Eschen-Bastkäfer kann ausnahmsweise auch an geschwächtem Flieder und anderen Garten- und Parkgehölzen auftreten.

Bunter Eschen-Bastkäfer (Hylesinus fraxini Synonym Leperisinus varius)
Dieser Borkenkäfer befällt hauptsächlich Eschen, nachdem sie vom Eschentriebsterben befallen wurden, aber auch Ahorn, Eiche, Walnuss, Robinie, Hasel, Flieder und andere Gehölze. Der Borkenkäfer befällt zwar neben frisch geschlagenem Holz auch lebende Bäume, allerdings bevorzugt er vorgeschädigte Gehölze – sei es durch Wassermangel, Überflutung, Hagelschaden, Krankheits- oder Insektenbefall. Bei älteren Bäumen beginnt der Befall meist oben im Wipfel und wandert dann nach unten.

Der Kleine Buchenborkenkäfer (Taphrorychus bicolor)
Dieser Borkenkäfer kann sich in Massen vermehren, wenn seine Wirtsbäume (hauptsächlich Rotbuchen, aber gelegentlich auch Birke, Eiche und Hainbuche) durch Trockenheit und Hitze geschwächt sind. Der Käfer schwärmt bereits ab März.

Holzbrütender Borkenkäfer als Schädling im Garten

Ungleicher Holzbohrer (Xyleborus dispar)
Dieser Borkenkäfer tritt am Ahorn sowie gelegentlich an Eiche, Esche und anderen Laubgehölzen (auch Obstgehölze) auf. Der Name des Käfers rührt vom unterschiedlichen Aussehen der flugunfähigen männlichen und der flugfähigen, größeren weiblichen Käfer her. Der Ungleiche Holzbohrer bevorzugt geschwächte Pflanzen und wird erst bei einer Massenvermehrung zur Gefahr für gesunde Gehölze.

Weitere baumschädigende Käfer im Garten

Nicht nur Borkenkäfer fressen Löcher in Äste und Stämme.

Schädliche Falterlarven im Stamm

Auch die Larven von manchen Faltern können zum Schädling im Stamm werden: Die orangeroten, übelriechenden Raupen des Weidenbohrers (Cossus cossus) leben ab dem zweiten Lebensjahr mehrere Jahre im Stamm von Weide, Birke, Esche, Apfel-, Birn- oder Kirschbäumen, bevor sie sich verpuppen und zum nachtaktiven Falter werden. Man kann den Befall an der durch eine Öffnung abgegebenen Mischung aus Kot und Bohrspänen erkennen.

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Was tun gegen Borkenkäfer und andere Rinden- und Holzschädlinge

Man kann also auch im Garten Probleme mit Borkenkäfern und anderen Rinden- und Holzschädlingen bekommen. Jedoch ist es im Garten einfacher als in Wäldern oder Parks, mit Gieß- und Pflegemaßnahmen stressmindernd auf die Gehölze einzuwirken und sie damit gegen Borkenkäfer stärken. Allerdings ist zu bedenken, dass der Klimawandel die Standortbedingungen verändert und längerfristig auch die Bepflanzung am Standort mit der Zeit daran angepasst werden muss.

Vorbeugende Maßnahmen

Gehölze und andere Pflanzen für den Garten sollte man grundsätzlich nicht nur nach Schönheit und persönlichem Geschmack auswählen, sondern nach deren Standorteignung. Eine gute Beratung für die Arten- und Sortenwahl von Gehölzen bekommt man in Baumschulen und guten Gartenbüchern.

Vor jeder geplanten Pflanzung von Gehölzen muss vor Ort geprüft werden, ob der Boden ausreichend tiefgründig ist und die Wurzeln auch in ein paar Jahren noch Platz haben werden, um die nötige Standsicherheit bei Stürmen zu gewährleisten und dem Baum ein „stressfreies“ Leben zu ermöglichen. Außerdem ist auf die richtige Pflanzzeit und Pflanztiefe für die Baumart zu achten.

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Wer seine Gartenbäume zudem art- oder sortengerecht versorgt und pflegt, stärkt deren Abwehrkräfte. Bei anhaltender Hitze und Bodentrockenheit sollte man nicht nur Gartenfichten in der Nähe eines akut befallenen Waldes etwas Wasser gönnen, sondern auch andere Flachwurzler oder offensichtlich durch Trockenheit gestresste Bäume bewässern. Aber Vorsicht: Zu viel Wasser bei undurchlässigen Böden kann ebenfalls schädigen.

Auch regelmäßige Kontrollgänge sind zu empfehlen. Alle Gehölze sollten dabei auf Krankheiten und Schädlinge untersucht und abgestorbene Triebe und Äste sofort entfernt werden. Hinweise auf einen Befall sind auch Einbohrlöcher (eventuell mit Harztropfen) und Bohrmehl. Wenn Spechte auf der Suche nach Insekten die Borke abschlagen, sollte man die Stücke daraufhin untersuchen, ob sich auf der Innenseite Anzeichen für Brutsysteme befinden. Auch wenn Blätter absterben oder Nadeln rot werden und/oder rieseln, kann das ein Anzeichen sein, dass die Leitungsbahnen des Baumes durch Borkenkäfer oder andere im Stamm fressende Insekten oder deren Larven geschädigt sind.

Wer Totholzhaufen anlegt, um mit diesen die Artenvielfalt im Garten zu fördern, sollte dieses Holz auf lebende Borkenkäfer und deren Larven prüfen – besonders, wenn man sich das Totholz von Dritten holt.

Wenn Borkenkäfer da sind

Findet man Thuja-Splintkäfer oder den Wacholder-Borkenkäfer schon im Sommer an Lebensbäumen, Scheinzypressen, Wacholder und anderen Zypressengewächsen, bevor sie sich in die Rinde eingebohrt haben, reicht das Herausschneiden und Entfernen befallener Triebe. Ist bereits der Stamm befallen, so muss im Winter das ganze Gehölz entfernt werden, bevor die Käfer schlüpfen und ausfliegen, um die nächsten Bäume zu befallen.

Sind einzelne Äste eines Baumes von einer der vielen Borkenkäferarten befallen, sollte man auch diese sofort entfernen. Sind Bäume ganz befallen, beispielsweise Fichten mit Buchdruckerbefall am Stamm, müssen sie gerodet und entfernt werden, bevor die Käfer ausfliegen, also im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr.

Was man nicht tun sollte:

Man sollte keine Borkenkäfer-Lockstofffallen nahe bei potenziellen Wirtsbäumen anbringen, denn die locken Borkenkäfer aus der ganzen Umgebung an.

Das Schnittgut von mit Splintkäfern befallenen Thujen oder Wacholder sollte man nicht auf den Komposthaufen im Garten werfen, sondern in die Biotonne geben oder zu einer Grüngutannahmestelle fahren.

Der Baum muss weg – was ist zu bedenken?

Wer in einer Stadt oder Gemeinde mit Baumschutzverordnung wohnt, sollte bei der Behörde nachfragen, ob man für den speziellen Baum eine Genehmigung für die Fällung benötigt. Jede Stadt oder Gemeinde hat andere Vorschriften, welche Baumarten betroffen sind, ab welchem Stammumfang man eine Genehmigung braucht, welche Ausnahmen es gibt und anderes mehr. In der Regel stellt man den Antrag bei der jeweiligen Unteren Naturschutzbehörde – so beispielsweise in München, Bamberg und anderen Städten und Gemeinden.

Handelt es sich beim Befall des zu fällenden Baumes um eine Insektenart, die besonders geschützt ist, wie es beim Birnbaumprachtkäfer der Fall ist, muss vor einer Fällung ebenfalls die Untere Naturschutzbehörde kontaktiert werden.

Für das Fällen und Roden größerer Bäume sollte man eine Fachfirma für Baumpflege beauftragen, damit der Baum nicht auf dem Hausdach landet oder Menschen gefährdet werden. Profi-Unternehmen für Baumfällungen beraten, stellen Baumgutachten aus, fällen oder roden die Bäume auf sichere Art und nehmen den Baum dann mit oder lassen ihn abtransportieren. Die Kosten für die einzelnen Leistungen sollte man vor Auftragserteilung abklären.

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Sonnenschirme vor dem Einlagern richtig reinigen

Artikelkennzeichnung siehe unten

Um die Materialien zu schonen und die Lebensdauer zu erhöhen, sollten Sonnenschirme vor dem Einlagern gereinigt werden. Im Laufe einer Sommersaison lagern sich zahlreiche Schmutzpartikel auf den Stoffen und dem Gestell ab. Werden diese nicht entfernt und bleibt beim Einlagern Restfeuchte zurück, nagt beides am Sonnenschirm und hinterlässt zunächst oberfläche Beschädigungen. Diese sind in der neuen Saison Angriffsfläche für größere Schäden. 

Sowohl Privatpersonen als auch Gastronomen sind sich unschlüssig, ob ein Sonnenschirm im Winter eingelagert werden muss. Gerade die sogenannten Gastroschirme, also Modelle für Biergarten und Restaurant, gelten als Allwetterschirme. Das heißt: Sie können problemlos bei jedem Winter draußen bleiben. Trotzdem können permanente Nässe sowie Frost Schaden an den Schirmen anrichten. Daher ist es in der kalten Jahreszeit immer empfehlenswert, die Schirme einzulagern. 

Schirme zunächst reinigen

Bevor Sonnenschirme in Garage oder Lager verschwinden, werden sie begutachtet und gereinigt. Insbesondere auf den Schirmdächern zeigen sich häufig viele Verschmutzungen, zu denen Pollen, Feinstaub und Vogeldreck gehören. Vogeldreck sollte schnellstmöglich entfernt werden, da er sehr aggressiv ist und das Schirmdach schädigen kann. Um das Dach gründlich zu reinigen, wird die Bespannung zunächst entfernt und auf einer möglichst geraden Fläche ausgebreitet. Es ist wichtig, dass der Stoff knitterfrei liegt, sonst entstehen schnell unangenehme Falten. Für die Reinigung des Sonnenschirms können Waschmittel oder milde Seife benutzt werden. Ideal ist Kernseife, da diese auch hartnäckigere Verschmutzungen entfernt. Das Reinigungsmittel wird mit einer Bürste auf dem Schirmdach verteilt und eingerieben.

Nach kurzer Einwirkzeit können die Reinigungsmittel abgespült werden. Am besten eignet sich klares, warmes Wasser. Farbige Schirmdächer werden grundsätzlich nicht in der Sonne liegen gelassen. Die Kombination aus UV-Strahlen und Reinigungsmittel kann den Stoff an einigen Stellen ausbleichen lassen. 

Schirme richtig trocknen lassen

Am besten trocknen die Schirmdächer, wenn sie wieder aufgespannt werden. So lässt sich Restfeuchte in kleineren Falten vermeiden. Sind die Schirmdächer und Gestelle optimal getrocknet und ist keine Restfeuchte vorhanden, kann der Schirm eingelagert werden. Bleibt ein wenig Feuchtigkeit zurück, steigt das Risiko von Stockflecken erheblich an. Durch diese wird das Material dauerhaft beschädigt. Zum Einlagern wird der Schirm zunächst ordnungsgemäß geschlossen. Besondere Aufmerksamkeit genießt abermals die Schirmbespannung. So gilt es darauf zu achten, dass Bespannung und Streben sauber schließen. Nur so lassen sich Falten und Scheuerstellen vermeiden. 

Damit die Schirme nicht unnötig viel Platz wegnehmen, werden sie in einzelnen Lagen eng um den Mast gewickelt. Weiterhin wird ein Bindegurt gebraucht, mit dem eine Fixierung des Schirms möglich ist. Der Bindegurt verhindert, dass sich das Schirmdach versehentlich wieder öffnet. Im besten Fall wird der Schirm in eine Schutzhülle verstaut. Diese gibt es passend für sämtliche Schirmgrößen und Modelle. Dadurch wird während der Einlagerung im Keller oder auf dem Dachboden vermieden, dass sich weiterer Schmutz absetzt. 

Die Sonnenschirme lassen sich an verschiedenen Stellen einlagern. Wichtig ist, dass es ein trockener Ort ist, der zudem gut belüftet wird. Keller sollten nur genutzt werden, wenn es nicht zu feucht ist. Weiterhin sollte hier im Winter wenigstens eine mäßige Temperatur erreicht werden. Ideal sind beheizte Keller. Beim Einlagern muss darauf geachtet werden, dass der Sonnenschirm nicht von Nagern angeknabbert werden kann. 

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Bullen und Bären an der Börse (Börsenwissen für Einsteiger)

Wer das erste Mal eine Börsensendung verfolgt, wundert sich, wieso dort im Zusammenhang mit dem Aktienhandel über Bullen und Bären gesprochen wird. Hier wird das schnell erklärt.

Tatsächlich stehen die beiden Tiere symbolisch für eine Stimmung im Handel an der Börse. Der Bulle symbolisiert Optimismus und die Erwartung einer positiven Entwicklung, der Bär steht für Pessimismus und die Erwartung einer negativen Marktentwicklung. Man kann sich das leicht merken, wenn man sich vorstellt, wie der Bulle vor einem Angriff zunächst den Kopf senkt und ihn dann von unten nach oben bewegt (steigende Kurse), während ein Bär sich aufrichtet und mit den Tatzen von oben nach unten schlägt (fallende Kurse).

Börse
Die Börse ist ein Marktplatz, an dem Nachfrage und Angebot zusammentreffen und der bestimmten Regeln unterliegt. An der Wertpapierbörse werden Aktien und Anleihen gehandelt, an Warenbörsen beispielsweise landwirtschaftliche Erzeugnisse, an der Devisenbörse Fremdwährungen und so weiter. Bei Präsenzbörsen handeln Makler in Person stellvertretend miteinander, bei Computerbörsen wird dieser Handel über ein Computersystem abgewickelt.

Entsprechend sind die Bullen an der Börse die Teilnehmer am Marktgeschehen, die auf eine positive Entwicklung setzen – darauf, dass die Kurse steigen. Bullen kaufen Aktien und andere Wertpapiere, deren Preise sich in einer optimistischen Phase nach oben bewegen. Die Bären sind die Marktteilnehmer, die einen Rückgang der Kurse erwarten, und sich entsprechend positionieren. Sie verkaufen ihre Aktien und kaufen statt dessen Wertpapiere, die sich umgekehrt wie Aktien verhalten, nämlich steigen, wenn die Aktienkurse fallen. Im Extremfall tätigen sie so genannte Leerverkäufe: Sie verkaufen Aktien oder andere Dinge, die sie (noch) gar nicht besitzen, weil sie glauben, sie bis zum Tag der Lieferpflicht zu einem niedrigeren als dem aktuellen Preis einkaufen zu können.

Bulle und Bär symbolisieren den täglichen Kampf zwischen den positiv gestimmten und den negativ gestimmten Marktteilnehmern. Vor der Börse in Frankfurt stehen die beiden kraftvollen Tiere als Skulpturen in Lebensgröße, bei mir reicht der Platz nur für diese kleinen Salz- und Pfefferstreuer*

Sind die Bullen über einen gewissen Zeitraum hinweg in der Überzahl, steigen die Kurse. Man spricht dann von einem Bullenmarkt („Hausse“). Dominieren jedoch die Bären, dann fallen die Kurse und der Bärenmarkt („Baisse“) ist da. Gibt es keine eindeutige Richtung, dann nennt man diesen Markt „Seitwärtsmarkt.“

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Vorsicht vor Bullenfallen und Bärenfallen!

Haben sich die Kurse eine Zeitlang schlecht oder seitlich entwickelt und brechen dann plötzlich nach oben aus, denken viele Marktteilnehmer, die schlechte Phase sei vorbei und steigen in Aktien ein. Aber wehe, wenn das nur eine so genannte Bullenfalle war, und sich die Lage oder die Stimmung, welche die Basis für die schlechte Phase waren, noch nicht wirklich und nachhaltig geändert hat. Dann wird der Bulle nämlich schnell wieder vom Bären besiegt.
Umgekehrt handelt es sich um eine Bärenfalle, wenn die Kurse nach einer Hausse nur kurz fallen (eine so genannte kleine Korrektur), die Bären aber denken, nun trete endlich die von ihnen erwartete Phase mit fallenden Kursen ein und sie verkaufen, doch der Wind dreht wieder auf steigende Kurse, dann gehen sie mit ihrer Strategie baden (können beispielsweise ihre Leerverkäufe nicht billig eindecken, sondern zahlen drauf).

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