Torffreie und torfreduzierte Pflanzerden für Balkon, Terrasse, Garten und Gewächshaus

In Blumenerden, Pflanzerden und ähnlichen Substraten aus dem Handel wird Torf zunehmend ganz oder teilweise ersetzt, damit die Moore geschont werden. Die neuen Bestandteile verändern jedoch manche der gewohnten Eigenschaften einer Pflanzerde. Was alle Gärtnernden wissen sollten. (Werbung wegen Markenerkennbarkeit, nicht bestellt, nicht bezahlt, alles selbst gekauft, zuletzt bearbeitet 22.1.2021)

Torffreie Pflanzerden für den Anbau in Töpfen und KübelnDie Frühlingsbepflanzung steht an: Mit torffreien Pflanzerden für Töpfe und Kübel schont man die Moore.

Moore sind ein wertvoller Lebenraum für Pflanzen und Tiere und in ihnen sind große Mengen an Treibhausgasen gespeichert, die bei Trockenlegung frei würden. Dem Klima und der Artenvielfalt zuliebe sollten Moore möglichst unberührt bleiben. Die weitgehende Erhaltung vorhandener Moore ist nur durch Einsparen von Torf möglich.

Torffreie und torfreduzierte Substrate („Erden“)

Als Ersatz für einen Teil des Torfes oder den gesamten Torf wird den Substraten vor allem Grüngutkompost, Rindenhumus, Holzfasern, Hanffasern, Kokosfasern, Kokosmark und/oder Xylit (Schieferkohle) beigemischt.

Beispiele für torffreie (Bio-)Erden

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Was bestimmt die Qualität von Pflanzerden

Die Eigenschaften einer Pflanzerde werden von den Ausgangsmaterialien bestimmt: Von der Feinkörnigkeit/Porenvolumen der Ausgangsmaterialien hängen beispielsweise Wasser- und Nährstoffhaltevermögen sowie die Luftdurchlässigkeit ab.

Grobkörnige Materialien halten Wasser und ebenso eine Nährstofflösung schlecht, dafür lassen sie viel Luft an die Wurzeln. Feinkörnige Materialien sind gute Speicher und Puffer, aber neigen eher zu Staunässe und damit Luftarmut im Wurzelbereich – was die wenigsten Pflanzen mögen.

Eher feinkörnig und damit wasserkapazitäterhöhend sind gesiebter Frästorf, Kokosmark, Grüngutkompost sowie Rindenhumus.

Eher grobkörnig und damit luftkapazitäterhöhend sind Sodentorf, Holzfaser, Kokosfaser und Hanffaser.

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Vom Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis eines Ausgangsmaterials hängt es ab, ob eine Pflanzerde Stickstoff an die Pflanzen abgibt oder alles an sich bindet (auch die Nährstoffe, die gedüngt oder mit dem Kompost verabreicht werden). Holzfasern haben beispielsweise viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff – sie entziehen ihrer Umgebung Stickstoff. Grüngutkompost enthält dagegen wenig Kohlenstoff, aber viele Nährstoffe, die abhängig von der Temperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt mehr oder weniger schnell freigesetzt werden.

Blumenerden, Pflanzerden, andere Substrate: Auf die Mischung und den Einsatzzweck kommt es an

Bei der Substratanmischung wird versucht, eine Erde mit Eigenschaften für den jeweiligen Zweck zu schaffen: eine feinkrümelige, nicht zu nährstoffreiche für die Aussaat, eine gröbere für die Ansprüche größerer Baumschulpflanzen und noch andere für die Bepflanzung von Pflanzkästen und Kübeln, für den Anbau in Hochbeeten sowie anderen Behältern, für Fruchtgemüse oder Spezialkulturen und so weiter.

Wer in den letzten Jahren die neuen torffreien und torfreduzierten Pflanzerden ausprobiert hat, hat festgestellt, dass selbst die torffreien oder torfarmen Blumenerden, Pflanzerden und ähnliche Substrate für den „universellen Einsatz“ schon von der Struktur und damit von den physikalischen Eigenschaften her ganz unterschiedlich sind, denn jeder Hersteller hat sein eigenes Rezept – vermutlich auch abhängig davon, wie gut seine Bezugsquellen für die verschiedenen Materialien sind. Dazu kommt, dass die verschiedenen Substrate auch unterschiedliche Mengen an verfügbaren Nährstoffen (abhängig beispielsweise vom Kompostanteil, Feuchtigkeit und Temperatur) enthalten: Die einen enthalten (zu) viele verfügbare Nährstoffe und ihr dadurch erhöhter Salzgehalt schadet manchen Keimlingen und salzempfindlichen Pflanzen. Andere versorgen die Pflanzen in der Anfangsphase bis zur ersten Düngung gerade richtig, aber haben keine Reserven. Wieder andere geben von Anfang an keine Nährstoffe frei beziehungsweise entziehen sogar die Nährstoffe, die gedüngt werden, so dass den Pflanzen zu wenig bleibt.

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Tipps zur Verwendung von torffreien und torfreduzierten Pflanzerden in Kübeln

Wer selbst mischt, sollte wissen: Ist die Basis eines torfreduzierten Substrates ein feinkörniger Torf, wirken sich die Torfersatzmaterialen weniger auf die Wasser- und Luftkapazität aus als bei einem torfreduzierten Substrat auf Basis eines groben Torfes.

Ansonsten gilt meiner Erfahrung nach: Bei Direktsaat oder Pflanzung in größere Töpfe oder Kübel kann man in die untere Hälfte die günstigere torffreie Hochbeeterde und oben drauf eine feinkörnigere Pflanzerde füllen. Wichtig ist, die Pflanzen gut zu beobachten, um einen Nährstoffmangel oder -überschuss frühzeitig ausgleichen zu können, und die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu überprüfen, um bedarfsgerecht gießen zu können.

Pflanzen beobachten

Bei Unterversorgung mit Stickstoff wird das Laub der Pflanze von unten her hell und sie wirken spärlich – am schnellsten lässt sich das mit einem Flüssigdünger ausgleichen, in welchem die Nährstoffe bereits in pflanzenverfügbarer Form vorliegen.

Bei Überversorgung sind die Pflanzen dunkelgrün und mastig. Manchmal sind sie sogar an der Spitze schopfartig gebogen. In diesem Fall wird auf die nächsten (Zusatz-)Düngungen verzichtet, bis die Pflanzen wieder normal sind.

Vor dem Gießen checken

Da manche torffreien Substrate immer trocken wirken – vor allem solche mit groben Bestandteilen -, sollte man die tatsächliche Feuchtigkeit mit einem Messgerät überprüfen oder zumindest mit dem Finger vorsichtig, aber tief genug hineinbohren, ob die Pflanze wirklich Wasser benötigt, bevor man gießt.

Torffreie Pflanzerde selbst mischen

Wer seine torffreie Blumenerde selbst mischen möchte, kann dies zum Beispiel nach den folgenden Rezepten:

  • 25% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 50% Gartenerde

oder

  • 35% Holzfaserstoffe
  • 30% Rindenhumus
  • 25% Gartenkompost
  • 10% Ton
Buchtipp:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8




  • Werbelink (kleine Provision für mich, wenn auf der Link-Zielseite etwas gekauft wird)
PS: Die drei torffreien Pflanzerden und alle anderen Produkte im Foto oben habe ich selbst gekauft. Not sponsered!

Kontakt für Werbekooperationen: tinto@tinto.de

Quellen und weitere Informationen
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Anschaffung eines Gewächshauses: Worauf kommt es an? Die sechs wichtigsten Aspekte.

Bevor man sich an den Kauf eines Gewächshauses für den Garten, die Dachterrasse oder den Balkon macht, sollte man sich über ein paar Aspekte klar werden. Dies sind die sechs wichtigsten Fragen, die man sich über das zukünftige Gewächshaus stellen sollte:

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Wofür will man (und wer will) das neue Gewächshaus nutzen, denn je nachdem ist eine andere Konstruktion, Verglasung und Gewächshausausstattung notwendig. Beispiele:

1. Welche Nutzung ist geplant?

In diesem ungeheizten Gewächshaus in Bayern wird das Gemüseanbaujahr verlängert und zusätzlich eine Weinrebe kultiviert (Bild aufgenommen im alten Weihenstephaner Kleingarten)

Ein Gewächshaus, das nur den Gemüseanbau im Frühjahr verfrühen und im Herbst verlängern soll, muss vergleichsweise wenige Anforderungen erfüllen, beispielsweise gut belüftbar sein, damit es an sonnigen Frühjahrstagen und im Sommer nicht zu Hitzeschäden an den Pflanzen kommt. Schon mit einer Folienabdeckung über einer einfachen Holz-, Kunststoff- oder Metallkonstruktion kann man etwas erreichen. Es ist daher in der Anschaffung günstiger.



Ein Gewächshaus, in dem man im Winter wärmeliebende Tropenpflanzen oder im zeitigen Frühjahr mediterrane Gemüsen wie Paprika und Tomaten selbst aussäen und heranziehen will, muss heizbar sein und daher so beschaffen, dass möglichst wenig Wärme in die Umwelt verpufft. Ein gut isoliertes, beheizbares Gewächshaus ist allerdings viel teurer in der Anschaffung und im Winterbetrieb als ein unbeheiztes Gewächshaus.



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Wer beides in einem Gewächshaus tun können will, kann das Gewächshaus in Kabinen unterteilen und diese unterschiedlich beheizen/Temperatur regulieren beziehungsweise kann man in ein frostfreies Gewächshaus ein wärmer beheizbares Anzuchtsbeet aufstellen.

Wer nur niedrige Pflanzen kultiviert, kommt oft auch mit einem Erdgewächshaus zurecht, bei dem nur das Dach über die Erdoberfläche hinausragt und die Pflanzen auf Tischen aufgestellt oder in Tischbeeten kultiviert werden. Der Gärtner oder die Gärtnerin betritt das Erdgewächshaus über eine Treppe nach unten. Entweder wird im Gewächshaus nur der Gang ausgehoben, so dass man ohne sich zu bücken im gewachsenen Boden arbeiten kann, oder es wird das ganze Gewächshaus ausgehoben und darin Tische aufgestellt. Wichtig ist, dass die Seiten des Aushubs sicher befestigt werden und dass das Gewächshaus auch vor Überflutungen geschützt wird.

Sehr hohe Pflanzen, wie beispielsweise große Palmen und wärmebedürftige Gehölze, die in einem Gewächshaus überwintern oder ständig stehen sollen, benötigen ein entsprechend hohes Gewächshaus. Hohe Gewächshäuser sind aber besonders den Kräften des Windes ausgesetzt, was unbedingt bei der Wahl des Fundamentes beachtet werden muss.

Soll das Gewächshaus auch mit dem Schubkarren befahrbar sein oder auch Rollstuhlfahrer hineinfahren können, braucht man ein Gewächshaus mit breiter Tür und niedriger Türschwelle (über die man eine Türschwellenrampe legen kann). Braucht man die Tür als Lüftungfläche, aber muss man das Gewächshaus gegen Hasen oder andere Eindringlinge sichern, nimmt man ein Gewächshaus mit einer Tür, bei der man bei Bedarf nur die obere Hälfte öffnen kann.

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2. Welcher Standort kommt infrage?

Ebenfalls eine wichtige Überlegung bereits vor der Anschaffung: Wo soll das Gewächshaus aufgestellt werden? Hat man überhaupt einen geeigneten Standort? Man benötigt einen Ort, an dem ausreichend Platz für eine waagerechte Fläche in der Größe des Gewächshauses vorhanden ist oder hergestellt werden kann.

Für fast alle Nutzungsarten benötigt man in unseren Breiten einen Platz mit viel Licht, denn das ist bei uns im Winter knapp. Auch die Aufstellungsrichtung (Nord-Süd oder Ost-West) sollte man der Nutzungsart entsprechend planen, je nachdem, ob das Gewächshaus nur ungeheizt für den verlängerten Gemüseanbau oder ganzjährig beheizt genutzt wird.

Ein Platz an der Nordseite im Vollschatten eines Hauses war bisher für keine Nutzungsart zu empfehlen und ist es auch heute nur dann, wenn man kein Problem mit Extrakosten für Technik und Energie hat. Inzwischen gibt es nämlich Beleuchtungsmöglichkeiten, mit denen man Pflanzen selbst in lichtlosen Containern kultivieren kann, ohne dass sich die Pflanzenoberflächen oder der Raum – wie früher bei älterer Technik – viel zu stark aufheizen. Allerdings kann man das nur bei Verwendung von Ökostrom guten Gewissens empfehlen. Und wer nach Nachhaltigkeitsprinzipien lebt, muss auch den Aufwand für die Herstellung und den Betrieb technischer Ausstattung berücksichtigen.

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Nochmal zurück zum windexponierten Standort: An diesem spielt nicht nur eine hochwertige Konstruktion, sondern auch das Fundament eine besondere Rolle – ein paar Anker im Boden reichen nicht aus, sondern man braucht ein stabiles Fundament, mit dem das Gewächshaus auch bei einem Sturm sicher am Boden gehalten wird.

An Standorten, an denen es häufig hagelt, sollte man lieber kein Normalglas zur Gewächshauseindeckung verwenden, das nach einem Unwetter die Ernte und den Boden mit scharfen Glasscheiben verunreinigt, sondern lieber Sicherheitsglas (Einscheibensicherheitsglas, ESG, oder Verbundsicherheitsglas, VSG), Stegdoppelplatten mit einer Garantie auf die Hagelfestigkeit oder ein anderes bruchsichereres Eindeckungsmaterial wählen.

Die Kombination aus Nutzungsart und Standort bestimmt nicht nur maßgeblich, wie die Konstruktion (Aluminium, Holz o. a.) und die Eindeckung (Glas, Kunststoff, Folie und anderes) beschaffen sein sollten, sondern auch die weitere Ausstattung, die Anforderungen an die Lüftung, Schattierung, Energiesparschirme und so weiter.

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3. Welche optische Veränderung durch das Gewächshaus ist erlaubt oder gewünscht?

Ein Gewächshaus verändert das Bild des Gartens, des Hauses, des Dachgartens oder wo immer man das Gewächshaus aufstellen will.
Ein Erdgewächshaus, beispielsweise mit einer Dachkonstruktion aus dunklem Holz und Glas, fügt sich harmonisch in einen Garten ein, ohne ihn optisch arg zu verändern. Höhere und größere Gewächshäuser können das Bild des Gartens total verändern – je nach Art der Form und verwendeten Materialien. Der Stil des Gewächshauses (rustikal, romantisch, minimalistisch oder vielleicht sogar futuristisch) sollten zum sonstigen Garten, zum Haus und den darin lebenden Menschen passen.

4. Wie groß soll das Gewächshaus sein?

Ein Gewächshaus muss so groß sein, dass man die üblichen Tätigkeiten bequem ausführen kann. Beispiele:

Wer Gemüse im Boden eines Gewächshauses im Garten kultivieren möchte, beispielsweise im zeitigen Frühjahr Kohlrabi, Rettich und Salat, im Sommer Tomaten, Paprika und Auberginen und im Herbst Feldsalat für den Winter pflanzen will, braucht ausreichend Platz um Gartengeräte wie Grabgabel, Rechen und anderes bequem stehend einsetzen zu können und ohne dass die Gefahr besteht, mit dem Stiel durch die Seitenwand zu schlagen. Zu empfehlen sind 3 x 4 m Grundfläche bei einer Höhe von mindestens 2 m.

Wer seine Jungpflanzen vor dem Auspflanzen draußen abhärten, aber nachts vor Frost schützen will, braucht eigentlich nur ein Frühbeet im Garten oder eine Art „gläsernen Schrank mit Stellfläschen“ auf dem Balkon, den man bei Sonne lüften und nachts mit einem wärmenden Material zudecken kann.

5. Braucht man eine Genehmigung für das Gewächshaus?

Die Vorschriften zur Genehmigungspflicht oder -freiheit von Gewächshäusern und Ähnlichem findet man in der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes, in welchem das Gewächshaus aufgestellt werden soll. Zuverlässige Auskunft erhält man beim jeweiligen Stadtbauamt, Bauamt des Landratsamts oder der ansonsten regional zuständigen Behörde. Ist das Bauvorhaben genehmigungspflichtig, erhält man dort auch Informationen, welche Unterlagen man einreichen muss.

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Auch bei der Aufstellung genehmigungsfreier Konstruktionen sind Baulinien (Positionsvorschriften) und Grenzabstände einzuhalten und es müssen unter Umständen vorhandene Bestimmungen des Denkmalschutzes beachtet werden.

In Kleingartenanlagen muss man sich außerdem nach deren Satzung richten, als Mieter eines Hauses mit Garten braucht man die Genehmigung des Vermieters, als Eigentümer einer Wohnung in einer Eigentumswohnanlage benötigt man die Zustimmung der Eigentümerversammlung, bevor man irgendeine bauliche Maßnahme oder Veränderung vornimmt.

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6. Wie viel Geld kostet das Gewächshaus meiner Träume?

Das Budget, das man ausgeben kann oder will, limitiert nicht nur die Größe des Gewächshauses, sondern auch die Qualität der Konstruktion, des Eindeckungsmaterial und der sonstigen Ausstattung – und kann dadurch auch die Nutzungsmöglichkeiten von vorneherein einschränken.

Während man den Gemüseanbau schon in einem einfachen, preisgünstigen Folienhaus oder sogar in einem Frühbeet (am besten mit hochstellbaren Fenstern) verlängern und verbessern kann, muss man für ein Gewächshaus, das ganzjährig beheizt und für wärmebedürftige Pflanzen genutzt werden soll, mehr auf den Tisch legen, denn hochwertige Konstruktionsprofile ohne Wärmebrücken, gut isolierende Eindeckungsmaterialien, Heizung, Zusatzbeleuchtung und so weiter haben ihren Preis.

Für grundsätzlich alle Gewächshäuser sind große Lüftungsöffnungen wichtig, denn im Sommer wird es in Gewächshäusern mit zu kleinen Fenstern schnell zu heiß.

Ein Gewächshaus kann gar nicht genug Fenster haben, da unsere Sommer phasenweise sehr heiß sein können. Schattiermatten, die man über das Dach legt, lindern zwar auch ein wenig während extremer Wetterperioden, aber frische Luft ist für die Gesunderhaltung fast aller Pflanzen sehr wichtig. Unbedingt empfehlenswert sind auch automatische Lüfter, die von alleine mit dem Lüften beginnen, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist.

Buchtipps:

Umfassendes Gewächshaus-Buch für alle Nutzungsarten einschließlich Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen:

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung

Eva Schumann/Gerhard Milicka 
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 5. Auflage (13. Juni 2019)
gebundenes Buch, 319 Seiten
ISBN 3-8186-0822-9
-> Online-Bestellung*

Gewächshaus-Taschenbuch für Selbstversorger (Gemüse- und Kräuteranbau):

Gewächshaus und Frühbeet*
erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau

Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 1. Auflage (22. Juni 2017)
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3-8001-5667-9
-> Online-Bestellung*

* Buchabbildungen, Links in Anzeigen und mit Asterisk gekennzeichnete Links sind Werbelinks

tinto-Projekte zum Thema Garten

Alle Garten-Webprojekte von Eva Schumann Online Publikationen alias tinto im Überblick:

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Parkettboden verlegen ohne Ausräumen

Vor einigen Jahren habe ich meinen Boden selbst renoviert, nämlich einen Parkettboden verlegt, wo vorher Teppichboden war. Die Herausforderung war, das umzusetzen, während ich in der Einzimmerwohnung wohnen blieb. Obwohl ich keinerlei Erfahrungen mit einer solchen handwerklichen Tätigkeit hatte, ist es mir – mit Schwierigkeiten – gelungen. Der Boden ist bis heute schön. Hier der Bericht von damals.

Das ist zurzeit mein liebstes Arbeitsgerät: eine Kartuschenpistole mit einer Kartusche Montagekleber zum Befestigen der Sockelleisten (Fußbodenleisten).

Parkettbodenverlegen: Sockelleisten ankleben

Parkettbodenverlegen: Zum Schluss darf man die Sockelleisten befestigen – ich klebe sie mit Montagekleber mithilfe einer Kartuschenpistole an. Mehr dazu bei Sockelleisten ankleben und Schönheitsreparaturen (YouTube).

Warum ich es so mag? Weil ich, immer wenn die Kartuschenpistole mit dem Montagekleber zum Einsatz kommt, wieder ein großes Stück Parkettbodenverlegen geschafft habe. Das Ankleben der Fußbodenleisten mit Montagekleber steht also für einen Etappensieg – abgesehen davon, dass das Aufbringen der Kleberkleckse auf die Rückseite der Fußbodenleisten Spaß macht. (Apropos: Wieso gibt es solche praktischen Spritzpistolen eigentlich nicht in Klein für Shampoo und Spülung? Dann müsste man sich nicht die Finger beim Ausquetschen verbiegen.)

Tatsächlich bin ich heute endlich mit dem Parkettbodenverlegen im großen Wohnraum bestehend aus Essecke, Büro, Wohn- und Schlafzimmerbereiche fertig geworden – nur noch ein paar kleinere Ausbesserungen, Regale anschrauben und einräumen etc., dann habe ich es wirklich hingekriegt und einen großen verwinkelten Raum komplett selbst verlegt – während ich darin wohnte!

Tür kürzen mit Hobel

Vor dem Verlegen habe ich die Zimmertür mit einem billigen Handhobel gekürzt. Um nur wenig kürzen zu müssen, habe ich 7 mm Furnierparkett als neuen Boden gewählt. Beim Furnierparkett ist die oberste Schicht zwar dünn, aber aus echtem Holz. Bei Laminat ist die oberste Schicht ein Foto von echtem Holz oder anderen Materialien.

Angenehm war diese Renovierung im bewohnten Zustand nicht – aber machbar und billiger, als wenn ich meine Wohnung ausgeräumt, alle Möbel in einen gemieteten LKW verladen hätte und für die Zeit der Renovierung ins Hotel gezogen wäre. So musste ich allerdings immer ein Drittel der Möbel abbauen und diese auf eines der anderen beiden Drittel stapeln, während ich im dritten Drittel arbeitete und schlief, wenn ich nicht gerade am Parkettbodenverlegen war – die ungewohnte körperliche Arbeit hielt ich allerdings immer nur ein paar Stunden am Tag aus. Muskelzuwachs dürfte mir dennoch gewiss sein, aber zwischendrin kam ich auch in den Genuss eines Hexenschusses.

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Ich habe es geschafft – und das, obwohl ich handwerklich überhaupt nicht vorbelastet bin. Jetzt aber darf ich mich wohl zurecht Hobby-Handwerkerin nennen, soviel wie ich in der letzten Zeit mit Stichsäge, Handsäge, Laminatschneider, Spritzpistole, Multifunktionsgerät, Bohrer, Hobel und mehr hantiert habe. Und alles habe ich mir selbst mit Anleitungen im Internet sowie mithilfe der Beratung im Baumarkt und bei örtlichen Holz-/Bodenbeläge-Händlern beigebracht.

Dehnfugen mit Fugenfüller füllen

Die Dehnfuge an der Zimmertür wurde nach dem Verlegen des Parkettbodens mit Fugenfüller gefüllt und dieser mit einem Malerspachtel geglättet – siehe auch Randfugen füllen (YouTube-Video).

Am Anfang hatte ich noch höllischen Respekt, besonders vor den elektrischen Werkzeugen, aber jetzt sind mir sogar diese schon fast vertraut und ich gucke stolz auf meine kleine Gerätearmee – sie gehören jetzt zu meinem Team und entgegen meinem ursprünglichen Vorhaben werde ich sie wohl auch nach Abschluss meiner privaten Renovierungsprojekte nicht verkaufen. Kann ja sein, dass ich mal wieder etwas reparieren oder renovieren muss. Inzwischen habe ich genug Selbstvertrauen gewonnen.

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Bis kurz vor Abschluss hatte ich allerdings große Zweifel, ob ich es wirklich hinkriegen würde, den Parkettboden selbst zu verlegen, denn da gab es so vieles, was ich noch nie getan hatte: beispielsweise Zimmertüren aushängen und kürzen, Stichsäge oder Laminatschneider einsetzen, und überhaupt, wie sollte ich einen Abschluss vor der Terrassentür oder den Übergang zur Küche hinbekommen?

Parkettboden im Winkel auf Wand und Fenster zulaufend

Da ich die Verlegerichtung im gesamten Raum beibehalten wollte, dieser aber eine schräge Ausbuchtung hat, mussten die Dielen in diesem Bereich im 45°-Winkel zur Wand und zum Fenster verlegt werden.

Auch wenn ein paar Kleinigkeiten an meinem neuen Parkettfußboden nicht perfekt sind und ich in einer praktischen Handwerkerprüfung vermutlich immer noch durchfallen würde: Ich habe es geschafft, meinen Boden selbst zu renovieren – und er ist insgesamt doch recht schön geworden. Der Raum wirkt endlich wieder frisch und edler als vorher mit abgewohnten Teppichboden. Ich hatte die Renovierung immer wieder verschoben, auch weil die Profis den gesamten Wohnraum leer haben wollten und ich mir selbst DIY (Do It Yourself) lange nicht zugetraut hatte. Aber wie immer im Leben: Ist der Leidensdruck erst groß genug bzw. der Teppich abgewetzt genug, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als die Sache/Renovierung endlich anzupacken.

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Ich bin mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. Insofern hat sich das Risiko – ich musste ja doch ziemlich in Vorleistung gehen mit Material- und Werkzeugkosten, geschweige denn die Einbringung meiner eigenen Arbeitszeit – gelohnt. Und jetzt, da die Rückenschmerzen und die blauen Flecken an den Knien (Kissen beim Arbeiten unterlegen!) weg sind, würde ich eine Parkettverlegung im bewohnten Zustand weiterempfehlen, aber nur wenn man sich Zeit und Räumlichkeiten relativ frei einteilen kann.

Parkettboden

Der neue Parkettboden ist ein Eiche-Landhausdiele-Fertigparkettboden (3-Schicht-Furnierparkett, 7 mm) mit geölter Oberfläche, schwimmend verlegt. Der Kauf und die Abholung (mit Ford Ka!) beim örtlichen Holz- und Bodenbeläge-Händler (Holz Scholbeck/Parkettzentrale) ersparte die Speditionskosten.

Noch kann ich mich allerdings nicht zurücklehnen, denn die nächsten Parkettbodenverlege-Herausforderungen warten schon: Ein winziger Flur (Haustür kürzen?) und ein kleiner begehbarer Schrank sind noch mit Parkett auszulegen– und gerade in kleinen Räumen gibt es fies viel zu (ver-)sägen. Dort muss ich außerdem, im Gegensatz zum großen Raum, den alten Teppichboden herausreißen und selbst für Dampfbremse und Trittschalldämmung sorgen. Im großen Raum hatte ich den sehr kurzen und strapazierfähigen Teppichboden, der fest aufgeklebt war, als Unterlage belassen und direkt darauf verlegt. Aber wenn dann das Parkett endlich auch im Flur und im begehbaren Schrank verlegt ist und wenn dann auch die Sockelleistenmaße und -winkel stimmen, kommt wieder der Etappen- bzw. der endgültige Sieg: Ich kann als Abschluss die Sockelleisten ankleben mit meiner Kartuschenpistole und dem Montagekleber. Und darauf freue ich mich schon.

Weitere Informationen

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Wohnung selbst renovieren

Rückblick auf mein Renovierungs-Experiment

2013 dachte ich, ich sollte mal weg vom Schreibtisch und zur Abwechslung etwas Praktisches machen. Da meine Wohnung eine Renovierung dringend nötig hatte, entschied ich mich, selbst Hand anzulegen. Vielleicht hätte ich besser in eine Selbsthilfegruppe für größenwahnsinnige Selbst-Renovierer gehen sollen: „Ich heiße Eva und ich habe keine Ahnung von dem, was ich da tun werde.“ Meine Erfahrungen.

Decke, Wand und Küchenspiegel renovieren. DIY.
DIY: Hier werden Decke, Wand und Küchenspiegel renoviert. Man braucht eine Strategie, um unnötiges Hin- und Herrutschen der Möbel zu vermeiden.

Ich studierte vorab jede Menge Renovierungs-Anleitungen in Video, Wort und Bild im Internet – da gab es Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Vorher-Nachher-Wohnung-Shows und Kombinationen aus Anleitung und Show. Und natürlich gab es auch viel unbrauchbares SEO-Gedöns, das man gleich wieder wegklicken konnte.

Aber es gab einiges Hilfreiches – sowohl von Privatleuten, die ihre Erfahrungen in Blogs oder auf Bewertungsplattformen teilten, als auch Informationen auf Websites von Profis für Heimwerker.

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Das sieht doch alles ganz einfach aus, dachte ich nach reichlichem Studium der Renovierungsmaterie. Do it yourself!  Keine Ahnung zu haben, hat mich bei anderen Experimenten auch nicht abgeschreckt!

Ich maß also in meiner Wohnung alles Relevante ab und fuhr mit einer langen Liste in den Baumarkt und in Fachgeschäfte der näheren Umgebung. Was ich dort nicht fand, bestellte ich mir über das Internet. Als ich so ziemlich alles beisammenhatte, begann ich mein persönliches Renovierungsprojekt.

Decke streichen war das Schlimmste

Vor dem Streichen der Decke müssen Wände und alles, was rumsteht oder an den Wänden hängt, abgedeckt werden

Vor dem Decken streichen musste alles mit Folie abgedeckt werden.

Als Erstes wollte ich streichen – sowohl die Wände als auch die Decke hatten es nötig. Die besondere Herausforderung: Meine Möbel und ich konnten während der Renovierung nicht ausziehen. Aus diesem Grund und weil ich wusste, dass meine Kondition nach Jahren der Schreibtischarbeit vermutlich nicht die Beste war, musste ich Stück für Stück, Fläche für Fläche, Wand für Wand vorgehen.

Gelernt hatte ich in einer der Anleitungen, dass ich mit der Decke anfangen musste und – da ich nicht alles auf einen Rutsch streichen können würde – die Wände abdecken musste, sonst würde es Farbnasen an den Wänden und Farbkleckse auf den Möbeln geben. Die gab es nicht oder nur wenige, aber dafür eine zu klein geratene Eva, die trotz Leiter nicht richtig in die Winkel zum Abkleben kam, die sich und die Folien immer wieder mit Kreppband verhedderte, die schon beim Vorpinseln der Kanten müde wurde, der der Teleskop-Stiel beim Streichen abbrach, weshalb ihr die Farbrolle auf den Kopf fiel, deren Arme immer länger und schwerer und deren Stimmung immer panischer wurde. Es flossen Tränen. Es wurde gejammert und geschimpft.

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Ich überlegte, einen Handwerker anzurufen und um Rettung zu flehen, entschloss mich dann nach etwas mehr Ausheulen jedoch dazu, weiterzumachen.

Es war grauenhaft und schien nicht enden zu wollen. Aber irgendwann habe ich es doch geschafft – die Decke war nach mehreren Etappen komplett gestrichen und leuchtete in frischem Weiß. Okay, sie ist ein wenig ungleichmäßig, man sieht je nach Lichteinfall die Bahnen der Rolle und ein paar Pickel hat sie auch – obwohl ich mit der Zeit von der Technik her besser wurde. Aber sie ist wieder schön weiß, wie es auch meine Haare, mein Gesicht, meine Schultern und meine Fußsohlen nach dem Streichen waren (durch zwei Paar Socken hindurch!).

Im Vergleich zur Decke waren die Wände ein Kinderspiel. Wand für Wand räumte ich Regale und Schränke leer, verschob die jeweiligen Möbel, klebte die Steckdosen ab und bedeckte den Boden mit Folien und Malervlies (sehr hilfreich, da Malervlies im Gegensatz zu den Abdeckfolien und zu Zeitungspapier nicht an den farbdurchtränkten Socken hängen blieb). Dann roll, roll, roll und schon war die Wand weiß und ich konnte ein paar Stunden später alles wieder zurückräumen. Es dauerte, aber nun sind Decke und alle Wände weiß und die Wohnung wirkt hell und frisch – eine vorweggenommene Frühjahrskur für die Wohnung.

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Küchenspiegel-Intermezzo

Als die Küchenwände fertiggestrichen und sämtliche Küchenmöbel und -utensilien noch ausgeräumt waren, entschied ich mich, zwischendrin den Küchenspiegel zu renovieren. Der alte bestand aus braunen italienischen Küchenfliesen mit altmodischen Motiven darauf, die mir noch nie gefallen hatten. Ich habe lange überlegt, ob ich – wie es vernünftig gewesen wäre – einen glatten Hintergrund aus Glas, Aluminium, neuen Fliesen oder Ähnliches haben wollte, mich dann aber für eine rustikale und unvernünftige Variante entschieden.

Für meine Fliese-auf-Fliese-Küchenspiegel-Renovierung grundierte ich die alte Fliesenoberfläche mit einer gelblichen Grundierflüssigkeit für Fliesen, verteilte dann nach dem Antrocknen Stück für Stück einen speziellen Elastolith-Fliesenkleber, der wie Mörtel oder Zement aussah, darauf und drückte die zu dem Elastolith-System gehörenden Flachverblender nach dem Durchkämmen mit dem Zahnspachtel in den flexiblen Fliesenkleber – so wie ich es in der Anleitung gelesen hatte.

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Die Flachverblender waren im unverarbeiteten Zustand biegsam und konnten sogar mit einer Schere geschnitten werden – das machte die Anbringung einfach. Verfugen musste man auch nicht, denn es reichte laut Anleitung, die Fliesenkleber-Masse zwischen den angedrückten Verblendern mit einem Pinsel glattzustreichen – was aber alles andere als einfach war, weil der Fliesenkleber immer am Pinsel kleben blieb, auch wenn man den Pinsel alle 2 bis 3 Zentimeter neu mit Wasser befeuchtete, um das zu vermeiden.

Es war etwas nervig und für mich nicht so einfach, wie es in den Videos im Internet ausgesehen hatte – das gilt für alles, was ich nach Anleitung gemacht habe, denn richtige „Heimwerker“, für die diese Anleitungen sind, sind ja schon halbe Profis, im Gegensatz zu mir, die handwerklich so gut wie unbelastet war (ich kann nur Ikea-Schraubschlüssel und Akkuschrauber). Jedenfalls: Nach dem Aushärten waren Elastolith-Fliesenkleber und -Flachverblender wie gewünscht miteinander verbunden und hart wie Beton. Die Fugen sind mir zwar ein wenig zu breit und an manchen Stellen auch etwas schief geraten – aber ich bin doch zufrieden mit dem Ergebnis und meiner Leistung.

Hinter die Wasserhähne habe ich zwar als Spritzschutz eine Plexiglasplatte gestellt, aber fast freue ich mich darauf, meinen rustikalen Küchenspiegel eines Tages zu renovieren, denn dann werde ich ihn weiß übertünchen, sodass man nur noch die Struktur der Verblender erkennt – als sei darunter richtiges Mauerwerk. Und schnell ein Stückchen Küchenspiegel neu zu überweißeln, ist für mich inzwischen eine Kleinigkeit.

Elastolith Flachverblender Fliese auf Fliese verlegt

Linke Seite: Elastolith-Flachverblender Fliese auf Fliese verlegt. Rechts sieht man noch die  alten Fliesen unter der Grundierung durchscheinen.

Türen und Regalfronten aufgefrischt

Nun waren also meine Wände und der Küchenspiegel neu, aber die abgewetzten Stellen an den dunklen Funiertüren der Wohnung störten – wie auch der alte Teppichboden – das Gesamtbild noch erheblich. Ich hatte vor ein paar Monaten schon mit farbigen Pflegemitteln experimentiert, aber das hatte nicht viel gebracht. Erfolg hatte ich dann aber letzte Woche mit verschiedenfarbigen Stiften zur Ausbesserung von Holzoberflächen. Türen, Holzregalfronten und -seiten sehen nun tatsächlich wieder fast wie neu aus. Und so bleibt mir das Austauschen von Türen und Türstöcken erst einmal noch erspart.

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Sorgenkind Bodenbelag

Mein Teppichboden wurde zwar immer schonend behandelt, aber nach all den Jahren waren die Gebrauchsspuren einfach nicht zu übersehen. Ein neuer Bodenbelag soll her. Zuerst dachte ich an Holzdielen, dann wollte ich einen Naturstein-Bodenbelag im mediterranen Stil, dann Fliesen auf Holzbasis, dann wieder Holzdielen. Ein Problem ist, dass bei der Verlegung all dieser Bodenbeläge die Wohnung eigentlich komplett ausgeräumt werden müsste. Außerdem sind sie teuer und für die Ewigkeit gedacht – aber kann ich mich tatsächlich für ein Design für die Ewigkeit entscheiden?

Laminat, Linoleum und ähnliche Materialien habe ich zunächst abgelehnt, ich wollte etwas Natürliches. Inzwischen bin ich mir aber gar nicht so sicher, ob Furnierholz-, Laminat- oder Linoleumböden von der Umweltbilanz her nicht sogar besser wären. Außerdem kosten sie weniger, sind flacher und ich müsste nicht alle Türen kürzen lassen.

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Außerdem stand auch noch die ganz große Frage im Raum: Soll ich den Boden selbst verlegen oder einen Fachmann/Fachfrau/Fachfirma beauftragen? So eine Erfahrung wie beim Deckenstreichen wollte ich nicht noch einmal machen. Doch andererseits ist es auch ein gutes Gefühl, zu sehen, was man trotz großer Schwierigkeiten selbst schaffen kann – auch wenn es nicht ganz perfekt ist. Ich konnte mir für diese Entscheidung allerdings noch ein paar Monate Zeit lassen, denn ein Buchprojekt und andere schöne Aufträge hatten meinen Kalender für die nächsten Monate voll im Griff und es blieb erst einmal keine Zeit – weder für eigene Renovierungsexperimente noch für die Renovierung durch die entsprechenden Handwerker.



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